Sonntag, 13. Oktober 2019

Börsenschluss Microsoft-Aktie markiert Zehn-Jahres-Tief

Enttäuschende Geschäftszahlen von Microsoft und Nokia sowie schwache US-Konjunkturdaten haben am Donnerstag den Anlegern ihre anfängliche Kauflaune verdorben. Der Dow Jones tauchte zeitweise erneut unter 8000 Punkte. Im Dax gehörten Autoaktien zu den größten Verlierern.

New York - Alarmierende Aussagen von Microsoft Börsen-Chart zeigen und schwache Konjunkturdaten haben am Donnerstag die US-Börsen belastet. Eine enttäuschende Quartalsbilanz des weltgrößten Softwarekonzerns, die daraufhin gestrichene Geschäftsjahresprognose und die Ankündigung des ersten konzernweiten Stellenabbaus der Firmengeschichte hätten spürbar auf die Stimmung am Markt gedrückt, hieß es am Markt. Die zeitweise zurückgekehrte Zuversicht nach guten Zahlen von IBM Börsen-Chart zeigen und Apple Börsen-Chart zeigen wurde damit wieder zunichte gemacht. Zudem waren die Baugenehmigungen und -beginne im Dezember auf neue Rekordtiefstände gefallen.

Microsoft-Chef Steve Ballmer: Es geht abwärts
Der Leitindex Dow Jones Börsen-Chart zeigen büßte 1,3 Prozent auf 8122,80 Zähler ein, erholte sich damit jedoch in der zweiten Handelshälfte von seinem Tief bei 7957 Zählern. Der marktbreite S&P-500-Index Börsen-Chart zeigen verlor 1,5 Prozent auf 827,50 Punkte. An der Nasdaq gab der Composite-Index Börsen-Chart zeigen um 2,8 Prozent auf 1465,49 Zähler nach.

Apple und Google trotzen der Krise

Im Mittelpunkt standen Technologie-Aktien nach Zahlen von Microsoft, Apple und Ebay Börsen-Chart zeigen. Microsoft strich nach einem Gewinneinbruch im zweiten Geschäftsquartal angesichts des weltweiten Konjunkturabschwungs seine Jahresprognose. Zudem baut der Konzern nun bis zu 5000 Stellen ab. Die Aktien fielen daraufhin zeitweise bis auf 17,07 US-Dollar. Mit minus 11,7 Prozent auf 17,11 Dollar gingen sie schließlich auf dem tiefsten Stand seit 1998 aus dem Handel. "Das war eine negative Überraschung für den Markt, insbesondere weil sie von einem der führenden Technologie-Konzerne kam", sagte Analyst Richard Sparks von Schaeffer's Investment Research.

Apple-Aktien dagegen waren stärkster Wert im Nasdaq 100 mit plus 6,7 Prozent auf 88,36 Dollar. Dank starker "iPod"- und "Mac"-Absätze waren die Quartalsergebnisse des Computer- und Unterhaltungselektronik-Herstellers besser als erwartet ausgefallen. Ebay dagegen notierten mit einem Abschlag von 12,1 Prozent auf 11,67 Euro so tief wie zuletzt im November 2008. Die Gewinne der Online-Verkaufsplattform waren nach einem schwachen Weihnachtsgeschäft eingebrochen. Mit dem Ausblick auf das laufende erste Quartal enttäuschte der US-Konzern die Anleger zusätzlich.

Google-Papiere Börsen-Chart zeigen gewannen vor Veröffentlichung ihrer Quartalsbilanz 1,1 Prozent auf 306,50 Dollar. Erst nach Börsenschluss gab der Internetkonzern seine Vierteljahreszahlen bekannt - und überraschte trotz schrumpfender Gewinne positiv.

Rüstungskonzern zahlt hohe Dividende

Der weltgrößte Rüstungskonzern Lockheed Martin Börsen-Chart zeigen überraschte den Markt mit einem stärker als erwartet gestiegenen Überschuss im vierten Quartal und will eine Quartalsdividende von 57 US-Cent zahlen. Die Aktie gewann 6,3 Prozent auf 85,08 Dollar.

Bankaktien verlieren erneut zweistellig

Finanzaktien zeigten sich ein weiteres Mal extrem schwach mit Citigroup Börsen-Chart zeigen am Ende des Dow-Kurszettels mit minus 15,3 Prozent, gefolgt von den Anteilsscheinen der Bank of America Börsen-Chart zeigen, die knapp 15 Prozent verloren. Die Citigroup wechselt den Chef ihres Verwaltungsrats aus, die Bank of America trennt sich von John Thain, dem Chef der per 1. Januar übernommenen Investmentbank Merrill Lynch.

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