Dienstag, 12. November 2019

Börsenschluss Microsoft-Aktie markiert Zehn-Jahres-Tief

5. Teil: Rentenanleger sorgen sich um Staatsschulden

Der Euro Börsen-Chart zeigen notierte am Abend mit 1,3015 Dollar wieder über der Marke von 1,30 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte am Donnerstagnachmittag einen Referenzkurs von 1,2984 Dollar festgestellt. Nach Ansicht von Analysten dürfte es für den Euro gegen den Dollar weiter nach unten gehen.

Die deutschen Anleihen notierten angesichts der steigenden Staatsverschuldung in der Euro-Zone deutlich schwächer. Der richtungweisende Euro-Bund-Future fiel um 0,71 Prozent auf 124,40 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 3,108 Prozent.

Die Sorgen um eine ausufernde Verschuldung der Staatshaushalte belasteten die Anleihen, sagten Händler. In der Finanzkrise wurden von vielen europäischen Ländern Konjunkturpakete aufgelegt, die durch höhere Schulden finanziert werden. So emittierte Frankreich am Donnerstag Anleihen im Wert von insgesamt 7,485 Milliarden Euro.

Bei einigen Ländern der Eurozone wurde bereits die Bonität herabgestuft. Zuletzt hatte die Ratingagentur Standard & Poor's die Einstufung von Portugal von AA- auf A+ gesenkt. Zuvor wurden bereits die Staatsanleihen von Spanien und Griechenland herabgestuft.

US-Öllager schwellen an

Die Ölpreise fielen nach deutlich gestiegenen Rohöllagerbeständen deutlich. Der Preis für ein Fass (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im März sank nach der Veröffentlichung von 42,35 US-Dollar auf 41,08 Dollar. Das sind 2,47 Dollar weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Im Mittagshandel hatte ein Fass noch über 45 Dollar gekostet. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im März fiel um 1,07 Dollar auf 43,95 Dollar.

In den USA waren die Lagerbestände an Rohöl deutlich um 6,1 Millionen Barrel auf 332,7 Millionen Barrel geklettert. Die Bestände an Benzin stiegen um 6,5 Millionen Barrel auf 220 Millionen Barrel. Die Destillate-Bestände wie Heizöl und Diesel kletterten um 800.000 Barrel auf 145 Millionen Barrel. Die USA sind der größte Ölverbraucher der Welt.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx, ddp und reuters

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