Jahresbilanz Dax verliert 2008 rund 40 Prozent

Der Dax hat 2008 gut 40 Prozent an Wert verloren. Damit geht 2008 trotz eines versöhnlichen Jahresausklangs als das zweitschlechteste Jahr in die 20-jährige Geschichte des Leitindex ein. Nur 2002 hatte er mit 44 Prozent noch mehr verloren.

Frankfurt am Main - Seither hatte der Dax  kontinuierlich zugelegt - fünf Jahre in Folge. Am Dienstag beendete er den verkürzten Handelstag mit einem Plus von 2,2 Prozent auf 4810 Punkte.

Einziger Gewinner im Dax sind mit großem Abstand die Aktien von Volkswagen , die gegenüber dem Vorjahresschluss 60 Prozent zugelegt haben. Zweitbester Dax-Wert waren die Titel des Index-Aufsteigers K+S , die das Jahr nahezu unverändert mit einem relativ moderaten Abschlag von 1,8 Prozent abschlossen. Auf Platz drei landeten die Aktien des Dialysespezialisten FMC  mit einem Minus von 9,2 Prozent.

Besonders schwach entwickelten sich 2008 die Aktien der Finanzbranche. Im Dax lagen die Titel der Commerzbank  mit einem Verlust von 74,7 Prozent und die der Postbank  mit einem Minus von 74,5 Prozent weit hinten.

Abgeschlagen auf dem letzten Platz waren aber die Titel des Chipherstellers Infineon . Die Aktien rutschten als erster Dax-Wert unter die Ein-Euro-Schwelle. Am Dienstag schlossen die Titel mit 96 Cent zwar 16 Prozent höher. Zum Vorjahr belief sich das Minus aber immer noch auf 88,1 Prozent.

Für die deutschen Nebenwerte-Indizes war 2008 das schwärzeste Jahr ihrer Geschichte. Alle drei büßten fast die Hälfte ihres Wertes ein. 2002 - im schlechtesten Dax-Jahr - hatten der MDax  30 Prozent und der SDax  28 Prozent verloren. Der TecDax , der 2003 die Nachfolge des Nemax50 antrat, verbuchte zuvor nur ein einziges Mal ein Jahresminus. 2004 gab er auf Sicht von zwölf Monaten 4 Prozent nach.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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