Freitag, 6. Dezember 2019

Wochenausblick Kann es noch schlimmer kommen?

Die Spannung steigt: Geht es kommende Woche an den Börsen weiter abwärts? Viel wird davon abhängen, wie die Ergebnisse des Eurozonen-Gipfels in Paris aufgenommen werden. In den USA startet zudem die Berichtssaison. Aber wer interessiert sich im Moment überhaupt noch für Zahlen und Fakten?

New York/Frankfurt am Main - Nach der schwärzesten Woche in der deutschen Börsengeschichte warten jetzt alle Akteure gespannt auf die Reaktion der Finanzmärkte auf den am Wochenende angekündigten Aktionsplan der sieben wichtigsten Industrienationen (G-7). Zudem wird entscheidend sein, was am Abend beim Eurozonen-Gipfel in Paris präsentiert wird.

Trotz der Maßnahmen der G-7 zur Beruhigung der Lage dürfte weiter die Sorge vorherrschen, dass die internationalen Finanzmärkte ganz zusammenbrechen und eine Weltwirtschaftskrise folgen könnte. Mit bangem Erwarten dürften die Händler deshalb auf die Zahlen von J. P. Morgan Börsen-Chart zeigen und Citigroup Börsen-Chart zeigen sowie von Google Börsen-Chart zeigen, Ebay Börsen-Chart zeigen und Intel Börsen-Chart zeigen blicken, mit denen die Bilanzsaison in die heiße Phase geht.

Normalerweise würde er einfach sagen, dass die Märkte nun in die Bilanzsaison starten, sagte Owen Fitzpatrick, Chef der US-Equity-Gruppe im Bereich Privatvermögensverwaltung bei der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen in New York. "Aber das ist ein rein emotional getriebener Markt." Die Leute versuchten soviel Liquidität zu bekommen wie möglich. Einige Analysten betonten, dass der Markt bereits überverkauft sei. Solange aber weiter die Angst herrsche, werde eine deutliche Rally nicht von Dauer sein.

"Es ist Blut im Wasser und die Haie kreisen", sagte Kurt Brunner, Portfoliomanager der Swarthmore Group. "Aber dieses kontinuierliche Verkaufen, man sollte doch denken, dass es irgendwann aufhört." US-Finanzminister Henry Paulson hatte am Freitag erklärte, die USA wollten zur Rekapitalisierung der Finanzinstitute Anteile an den Banken übernehmen - drastische Maßnahmen, deren Wirkung nun mit Spannung erwartet wird.

Doch die Händler dürfte trotzdem weiter die Sorge umtreiben, dass die jüngsten Schritte auch der Zentralbanken zur Überwindung der Kreditklemme einfach nicht ausreichten. Schließlich konnten schon die Zinssenkungen der vergangenen Woche die rasante Talfahrt der Börsen nicht stoppen, weil das Vertrauen der Anleger zu stark gestört zu sein scheint.

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