Börsenschluss Dollar stützt Dax

Vor allem ein recht kräftiger Dollar sorgte an den deutschen Märkten für gute Geschäfte. So konnte der Dax leicht steigen. Positiv überraschte, dass der Kaukasuskonflikt den Ölpreis bislang nur wenig antreibt.

Frankfurt am Main - Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag fester geschlossen. Der Dax  stieg um 0,7 Prozent auf 6610 Punkte. Der MDax  legte 1,0 Prozent auf 8518 Zähler zu und der TecDax  verbesserte sich um 0,2 Prozent auf 782 Punkte.

Zur Begründung für die positive Entwicklung verwiesen Händler auf den weiter recht starken Dollar. Zudem sei der Ölpreis trotz der Unruhen im Kaukasus nur leicht gestiegen.

An der Wall Street in New York ergab sich ein gemischtes Bild. Der Dow-Jones-Index stagnierte am Vormittag bei 11.733,26 Zählern, ein Minus von 0,01 Prozent. Dagegen legte der technikorientierte Nasdaq  0,64 Prozent auf 2.429,44 Punkte zu. In Tokio schloss der Nikkei-Index  1,99 Prozent bei 13.430,91 Zählern.

Der Euro fiel am Nachmittag wieder unter 1,50 Dollar und notierte am Abend bei 1,4970 Dollar. Händler sprachen von einer Fortsetzung der Dollar-Erholung. Der Ölpreis befinde sich nach einer kurzfristigen Stabilisierung wieder auf dem Weg nach unten, was die US-Währung stütze, hieß es. Die angespannte Situation im Kaukasus habe somit keine stärkere Erholung des Rohstoffs mit sich gebracht.

Die Europäische Zentralbank hatte am Nachmittag einen Referenzkurs von 1,5012 Dollar festgestellt.

Im Dax stiegen BMW  um 4,5 Prozent auf 30,75 Euro. Adidas  legten 4,2 Prozent auf 43,90 Euro zu und Postbank  verteuerten sich um 3,8 Prozent auf 44,52 Euro. Auch Daimler  schlossen deutlich fester. Laut der Branchenzeitung "Auto Motor und Sport" wollen BMW und Daimler eine Einkaufskooperation eingehen, um beim Kauf von Komponenten Kosten einzusparen. Dagegen standen RWE  unter Druck und verloren 1,3 Prozent auf 75,00 Euro. Conti  gaben 1,0 Prozent auf 72,01 Euro nach.

In der zweiten Reihe stiegenProSiebenSat.1 um 7,5 Prozent auf 6,43 Euro. Heidelberger Druck  gewannen 7,5 Prozent auf 14,32 Euro. Demag Cranes  legten 6,5 Prozent auf 35,32 Euro zu. Schwächster Wert waren Klöckner & Co. , die sich um 2,5 Prozent auf 28,81 Euro verbilligten. Norddeutsche Affinerie  und AMB Generali  büßten jeweils rund zwei Prozent ein.

Im TecDax stiegen Aixtron um 4,8 Prozent auf 6,34 Euro. QSC verbesserten sich nach der Bekanntgabe der Quartalszahlen des Unternehmens um 4,6 Prozent auf 2,27 Euro. Freenet  hingegen verloren 3,7 Prozent auf 11,22 Euro. Solon  und Q-Cells verloren ebenfalls jeweils mehr als drei Prozent.

manager-magazin.de mit material von ddp und ap

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