Wall Street Vertrauen in USA gestiegen

In der neuen Börsenwoche dürfte die Aufmerksamkeit der US-Anleger vor allem den Arbeitsmarktzahlen und dem Bruttoinlandsprodukt gelten. Da der Dax dem Dow sklavisch folgt, sind die Daten auch für deutsche Anleger einen Blick wert.

New York - Die Marktteilnehmer hoffen, dass positive Kennzahlen den seit Monaten von der Finanzkrise gebeutelten Märkten zu einer Wende verhelfen könnten. Darüber hinaus werden mit Spannung die Quartalszahlen von Schwergewichten wie Exxon Mobil  oder Verizon  sowie die weitere Entwicklung des Ölpreises erwartet.

Die wichtigsten Indikatoren werden unterdessen erst gegen Ende der Woche verkündet: Am Donnerstag will sich die US-Regierung zum Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal äußern. Erwartet wird ein annualisiertes Wachstum von zwei Prozent.

Am Freitag werden die Arbeitsmarktzahlen für Juli vorgelegt. Von Reuters befragte Experten rechnen mit einen Rückgang um 75.000 Stellen.

Die Entwicklung am Arbeitsmarkt ist wesentlich für die Konsumausgaben, die wiederum gut zwei Drittel der Wirtschaftsleistung in den USA ausmachen. "Die Arbeitsmarktzahlen haben seit jeher einen großen Einfluss auf den Markt", sagt Analyst Cleveland Rueckert von Birinyi Associates. "Aber ich glaube, die Menschen werden auch den BIP-Zahlen große Beachtung schenken, schließlich gibt es viele Diskussionen darüber, ob wir uns in einer Rezession befinden."

Senat winkt Hilfspaket für Fannie und Freddie durch

Für etwas Erleichterung auf dem Parkett dürfte die Verabschiedung des Rettungspaketes für die angeschlagenen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac sorgen. Der Senat machte am Samstag wie erwartet den Weg für die milliardenschweren Hilfsmaßnahmen für den Hypothekenmarkt frei.

"Zurzeit ist es noch zu früh, über eine wirtschaftliche Trendwende zu spekulieren", warnt jedoch Volkswirtin Anna Piretti von BNP Paribas. "Es gibt immer noch viele Schwachstellen und viel Unsicherheit. Die Finanzmärkte sind ganz offensichtlich immer noch sehr labil."

Zahlen von Exxon, Disney, Verizon

Außerdem geht an der Wall Street die Flut von Quartalszahlen weiter. Mit Spannung erwartete werden vor allem die Geschäftszahlen der Giganten Exxon Mobil, Walt Disney, Verizon und Starbucks.

Von großer Bedeutung für die Märkte dürfte auch die weitere Entwicklung des Ölpreises sein: Nach einem Hoch von über 147 Dollar je Barrel Anfang Juli war er in der zurückliegenden Handelswoche auf 124 Dollar gefallen. Analyst Rueckert erwartet, dass er sich nun zwischen 120 und 130 Dollar pro Barrel einpendelt.

Verbrauchervertrauen überraschend gestiegen

Am Freitag hatten die US-Börsen fester geschlossen, weil das Verbrauchervertrauen überraschend deutlich gestiegen war. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte 0,2 Prozent auf 11.370 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,4 Prozent auf 1257 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte 1,3 Prozent auf 2310 Zähler vor.

An der deutschen Börse hatte der Dax die Woche mit einem leichten Plus beendet. Seit dem Tief von 59999 Punkten Mitte August hat der Index rund acht Prozent zugelegt. In dieser Woche stehen zahlreiche Quartalszahlen an, unter anderem von der Deutschen Bank , Siemens , BASF , Lufthansa  und SAP .

manager-magazin.de mit Material von reuters

Dax-Ausblick: Zahlenflut sorgt für Turbulenzen

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