Märkte Dax im Glück

Die deutschen Indizes scheinen die Verluste von gestern vergessen machen zu wollen und notieren kurz vor Mittag deutlich im Plus. Sie profitieren dabei von den guten Vorgaben aus Übersee. Unter anderem der US-Aluminiumkonzern Alcoa konnte die Erwartungen der Experten übertreffen.

Frankfurt am Main - Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch zugelegt und damit von positiven Vorgaben aus den USA profitiert. Der Dax  rückte in den ersten Handelsminuten um 0,50 Prozent vor und hielten sich zu Mittag bei über 0,9 Prozent. Für den MDax  ging es um über 2 Prozent nach oben, der TecDax  stieg um 0,32 Prozent.

Händler verwiesen als Basis für die Erholung von den Vortagesverlusten auf die Kursaufschläge aus Übersee. Nach einem kräftigen Rückgang des Ölpreises sowie positiven Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke über weitere mögliche Liquiditätshilfen für die größten Wall-Street-Banken hatten die New Yorker Börsen fest geschlossen. Am Dienstagabend eröffnete zudem Alcoa  die US-Berichtssaison erfreulich. Trotz eines Gewinnrückgangs übertraf der Aluminiumkonzern die Erwartungen.

Der US-Aluminiumkonzern kämpft allerdings weiter mit steigenden Energiekosten und sinkenden Gewinnen. Der Überschuss brach im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Viertel auf 546 Millionen US-Dollar oder 0,66 Dollar je Aktie ein. Der Umsatz sei durch Unternehmensverkäufe um 6 Prozent auf 7,6 Milliarden Dollar (4,9 Milliarden Euro) gefallen, teilte Alcoa am Dienstag nach US-Börsenschluss in New York mit. Der Konzern übertraf allerdings die Schätzungen der Analysten, die nur mit einem Gewinn je Aktie von 0,64 Dollar bei 7,37 Milliarden Dollar Umsatz gerechnet hatten.

Die Alcoa-Ergebnisse waren mit besonderer Spannung erwartet worden. Traditionell berichtet das Unternehmen als erstes US-Schwergewicht über das vergangene Quartal. Marktteilnehmer reagierten mit Blick auf die weitere Berichtsaison erleichtert, dass Alcoa weniger stark als befürchtet unter den rasant gestiegenen Energiepreisen litt. Die Alcoa-Aktie sprang nachbörslich deutlich an. Im Tagesverlauf hatte sie zuvor rund 3 Prozent auf 32,33 Dollar verloren, legte dann aber nachbörslich um fast 4 Prozent auf 33,58 Dollar zu.

Deutsche Finanztitel gefragt

Die wichtigsten US-Aktienindizes haben damit am Dienstag ihre Berg- und Talfahrt mit Gewinnen beendet. Insbesondere ein deutlicher Rückgang beim Ölpreis hatte in New York für steigende Kurse gesorgt.

Nach positiven Vorgaben von der New Yorker Wall Street hat die Börse in Tokio am Mittwoch leicht zugelegt. Die anfangs deutlichen Gewinne im Nikkei  bröckelten im Handelsverlauf wieder ab, so dass der japanische Index sich rund eine halbe Stunde vor Handelsschluss nunmehr gut behauptete.

Im Dax waren vor allem Finanzwerte gefragt. Zu den größten Gewinnern im Leitindex gehörten die Aktien der Deutschen Bank  mit einem Plus von über 3 Prozent. Papiere der Commerzbank  stiegen um über 4 Prozent. Nach einer Gewinnwarnung rutschten die im TecDax notierten Aktien des Windanlagenherstellers Nordex  um zeitweise mehr als 20 Prozent ab.

Der Kurs des Euro hat sich Mittwoch im Vergleich zum Dienstagabend kaum verändert gezeigt und verharrte knapp unter 1,57 US-Dollar.

Der US-Ölpreis hat sich am Mittwoch nach der rasanten Talfahrt vom Vortag über der Marke von 136 US-Dollar eingependelt. Am Dienstag war der Ölpreis in der Spitze um über 7 Dollar gesunken.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters

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