Märkte Volkswagen im Blick

Gute Handelsvorgaben aus den USA sollten die deutschen Aktienmärkte am Mittwoch stützen. Zunächst stehen die Papiere von Volkswagen und Merck im Blickpunkt. Am Nachmittag dürfte sich das Augenmerk auf neue US-Konjunkturdaten richten.

Frankfurt am Main - Gestützt auf freundliche US-Vorgaben werden die deutschen Aktienindizes am Mittwoch leicht erholt erwartet. Vorbörslich lag der Dax  am Mittwochmorgen leicht im Plus. Am Vortag hatte der Leitindex 0,48 Prozent auf 7531 Punkte verloren. Der Dow Jones  war nach Xetra-Handelsende um 36 Punkte vorgerückt und fest aus dem Handel gegangen. An den asiatischen Börsen zeigte sich ein gemischtes Bild: Während der Nikkei  0,45 Prozent verlor, gewann der volatile Hang Seng  zuletzt 0,46 Prozent.

Am Nachmittag dürften aus den USA die Daten zu Häuserverkäufen und Auftragseingängen langlebiger Güter im Blick stehen, bevor am Abend die regionalen Zentralbanken der USA mit dem Beige Book ihre Konjunkturbericht vorlegen werden.

VW will 6,2 Millionen Autos in 2007 absetzen

Volkswagen  sollten im Auge behalten werden. Händler verwiesen auf einen Pressebericht in der "New York Times" unter Berufung auf Porsche-Chef Wendelin Wiedeking, wonach Porsche  den Automobilkonzern nicht vor dem 25. Dezember übernehmen werde. "Das ist nicht neu", kommentierte ein Börsianer. Porsche habe bereits angekündigt, erst im Januar weiter aktiv zu werden. Auch die in einem Medienbericht erwähnte Zielvorgabe eines Absatzes von 6,2 Millionen Fahrzeugen im laufenden Geschäftsjahr liege "in line mit einer Analystenerwartung".

Merck KGaA  könnten einen Blick wert sein. Der Pharma- und Spezialchemiekonzern und sein Partner Newron Pharmaceuticals haben eine neue klinische Phase-III-Studie mit Safinamide gegen Parkinson gestartet. Ein Börsianer erwartet allerdings nur geringe Kursauswirkungen. "Analysten rechnen erst 2010 mit einer Markteinführung für Salfinamide", sagte er. 2013 erwarteten die Experten dann einen Umsatzbeitrag in Höhe von etwa 100 Millionen Euro.

United beteiligt sich an Drillisch

United Internet  und Drillisch  stehen im Fokus. Der Internetdienstleister United Internet hat sich laut eigenen Angaben vom Vorabend im Rahmen der Kapitalerhöhung mit 9,68 Prozent an dem Mobilfunkprovider beteiligt. Parallel dazu hätten die beiden Unternehmen Gespräche über eine Vermarktungskooperation bei DSL- und Mobilfunk-Produkten aufgenommen. Die strategischen Erwägungen dahinter seien unklar, kommentierte ein Börsianer. Eine Zerschlagung der Freenet AG werde damit aber wohl nicht unwahrscheinlicher. Im späten Frankfurter Parketthandel gewannen Drillisch 8,37 Prozent auf 6,60 Euro, United Internet legten um 0,76 Prozent auf 14,60 Euro zu. Freenet veränderten sich kaum.

GPC Biotech sollten nach einem Pressebericht ebenfalls im Auge behalten werden. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, befindet sich das Biotechunternehmen in den USA auf Partnersuche. Ein Börsianer hielt den Neuigkeitswert allerdings für gering. "GPC hat bereits mehrfach erklärt, dass man Ausschau nach einem geeigneten Fusionspartner hält".

Mangels Nachrichten könnten auch Umstufungen für Bewegung sorgen. So hat laut Händlern die Citigroup Linde von "Sell" auf "Buy" hochgestuft. Bear Stearns soll die Beobachtung von Siemens mit "Outperform" und einem Kursziel von 135 Euro aufgenommen haben.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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