Märkte US-Konsument hat schlechte Laune

Das Vertrauen der US-Verbraucher ist auf den tiefsten Stand seit 2 Jahren gesunken. Die Börse nimmt dies ungerührt zur Kenntnis - und wettet auf eine Zinssenkung durch die US-Notenbank am Mittwoch Abend.

Frankfurt am Main - Zurückhaltung an den Börsen vor dem Zinsentscheid: Der Dax  ist am Dienstag mit einem Verlust von 0,4 Prozent aus dem Xetra-Handel gegangen und hat bei 7977 Zählern geschlossen. Auch der MDax  zeigte sich schwächer und gab 1,3 Prozent ab. Allein der TecDax  legte, gestützt von einem Rekordhoch des Indexschwergewichts Solarworld, um 2 Punkte auf 1005 Zähler zu.

Die US-Börsen starteten mit leichten Abschlägen in den Handel, zeigten sich trotz der ernüchternden Konjunkturdaten jedoch bemerkenswert robust. Bis 20 Uhr drehte die Technologiebörse Nasdaq  sogar wieder leicht ins Plus, während der Dow Jones sich knapp behauptet zeigte.

Dabei gäbe es durchaus Anlass für eine Verschnaufspause. Das Vertrauen der US-Verbraucher ist auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2005 gefallen. Vor allem der fallende Wert ihrer Immobilien, steigende Benzinpreise und sich eintrübende Aussichten auf dem Jobmarkt drücken auf die Stimmung. Der Index fiel damit zum dritten Mal in Folge.

Größere Abschläge im Dow Jones  und Nasdaq Composite  blieben jedoch bis zum Abend aus. Anleger setzen darauf, dass die Fed morgen abermals die Zinsen senkt und auf diese Weise die Märkte mit Liquidität füttert.

Continental und BASF schwach

Im Dax  gehörten Continental  sowie BASF  nach Zahlen zu den Verlierern. Neben dem überraschend vorgelegten Quartalsbericht kündigte der Automobilzulieferer eine Kapitalerhöhung an. Die Zahlen wurden von Marktteilnehmern als insgesamt leicht enttäuschend bezeichnet. Continental-Papiere rutschten um mehr als 2 Prozent ab.

Der Handelskonzern Metro  hat nach einem zweistelligen Umsatzanstieg im dritten Quartal die Erlösprognose für das Gesamtjahr angehoben - die Aktien gaben nach schwankendem Handelsverlauf allerdings ebenfalls leicht nach.

Vossloh-Aktien sprangen im MDax nach einer Umsatz- und Gewinnsteigerung sowie Prognoseanhebung um 5,83 Prozent auf 79,32 Euro an.

Solarworld gefragt

Im TecDax gerieten Drägerwerk nach einer Gewinnwarnung deutlich unter Druck und verloren 15,67 Prozent auf 56,50 Euro. Dagegen tendierten die Solarwerte Q-Cells sowie Solarworld  sehr fest.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere bei 4,20 Prozent. Der Rentenindex REX legte um 0,09 Prozent auf 115,64 Punkte zu. Der Bund Future fiel um 0,16 Prozent auf 113,74 Punkte. Der Kurs des Euro stieg weiter. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4407 (Vortag: 1,4391) Dollar fest. Der Dollar kostete 0,6941 (0,6949) Euro.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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