Börsenschluss Das Ackermann-Plus

Die Märkte haben im Plus geschlossen. In Deutschland liegt das auch an Josef Ackermann. Mit einer Rede konnte er viele Sorgen darüber zerstreuen, ob deutsche Banken besonders unter der Kreditkrise leiden. In den USA sorgten schwache Konjunkturdaten für Optimismus.

Frankfurt am Main - Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag freundlich geschlossen. Der Leitindex Dax  legte 1,0 Prozent auf 7722 Punkte zu. Der MDax  notierte ebenfalls ein Prozent fester bei 10.463 Zählern und der TecDax  gewann 1,6 Prozent auf 939 Punkte.

Auslöser der Rally am Nachmittag waren gute Vorlagen aus New York, wo die Börsen am Vortag geschlossen hatten, sowie Erleichterung der Anleger nach Äußerungen von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann zur Hypothekenkrise. Die im Dax vertretenen Banken legten daraufhin deutlich zu.

Die Kurse an der Wall Street präsentierten etwas fester. Der Dow-Jones-Index  stieg bis 17.45 Uhr MESZ um 0,3 Prozent auf 13.393 Punkte. Der Nasdaq Composite  gewann 1,1 Prozent auf 2624 Zähler. Als Grund nannten Marktteilnehmer die nach Handelsstart veröffentlichten Konjunkturdaten, die erneute Zinssenkungsfantasie lieferten. Die Daten seien "schwach genug, um Zinssenkungen in den USA zu rechtfertigen, aber nicht schwach genug, um gravierende Konjunkturängste zu wecken", so ein Händler.

Der Euro  fing sich bis zum Abend wieder und stieg leicht über die 1,36-Dollar-Marke. Die Europäische Zentralbank hatte am Mittag einen Referenzkurs von 1,3580 Dollar festgestellt.

Im Dax verbesserten sich Deutsche-Bank-Papiere  um 2,9 Prozent auf 94,19 Euro. Die Postbank  legte 2,3 Prozent auf 54,90 Euro zu und Commerzbank-Werte  stiegen um 1,9 Prozent auf 30,95 Euro. Unter Abgaben litten fünf Werte: Volkswagen  lagen mit einem Minus von 0,5 Prozent auf 152,16 Euro am Ende der Liste. Mit leichten Abgaben schlossen ThyssenKrupp , Linde , Hypo Real Estate  und RWE .

In der zweiten Reihe stieg AWD um 5,2 Prozent auf 26,00 Euro, nachdem bekannt wurde, dass der frühere MLP-Finanzvorstand Nils Frowein das gleiche Ressort beim Wettbewerber AWD leiten wird. MLP legten mehr als drei Prozent auf 12,06 Euro zu.

Leoni und Apple ziehen an

Leoni und Apple ziehen an

Die Aktien des Autozulieferers Leoni  verteuerten sich um 4,6 Prozent auf 40,67 Euro. Das Unternehmen verhandelt mit dem französischen Valeo-Konzern über einen Spartenkauf. Schlusslicht waren Klöckner  mit einem Minus von 2,0 Prozent auf 45,76 Euro. Etwas mehr als ein Prozent verloren HeidelbergCement und ProSiebenSat1 .

Im TecDax  machten Solon  einen Kurssprung von 9,1 Prozent auf 68,16 Euro. Hintergrund sei eine gut verlaufene Photovoltaik-Ausstellung in Mailand gewesen, hieß es am Markt. Nordex , Kontron  und GPC Biotech  verbesserten sich jeweils um knapp vier Prozent. Die deutlichsten Verluste verzeichneten Carl-Zeiss Meditec , die sich um 1,7 Prozent auf 14,60 Euro verbilligten.

Im Technologiesektor standen Aktien von Apple  im Fokus, die zeitweise um mehr als 3 Prozent zulegten. Laut Medienberichten wird der Hersteller von Unterhaltungselektronik und Computern am Donnerstag eine weltweite Pressekonferenz halten. Auf einer US-Internetseite war die Rede von Spekulationen um die Präsentation eines iPod der nächsten Generation oder einer anderen neuen Technologie.

Streit mit NBC Universal spitzt sich zu

Darüber hinaus hat sich der Streit zwischen Apple und der US-Unterhaltungsindustrie um die Preispolitik im erfolgreichen Online-Musik- und Video-Shop iTunes zugespitzt. Am Wochenende hat Apple die TV-Serien des US-Medienkonzerns NBC Universal aus dem Angebot verbannt, nachdem dieser den Vertrag im Dezember auslaufen lässt.

manager-magazin.de mit Material von ddp und reuters

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