ThyssenKrupp-Zahlen Prognose angehoben

Der Stahlkonzern ThyssenKrupp hat nach einem gelungenen dritten Quartal seine Jahresprognose leicht angehoben. Die Erwartungen der Analysten wurden damit knapp übertroffen.

Düsseldorf - Der größte deutsche Stahlkonzern ThyssenKrupp  hat nach deutlichen Zuwächsen in seinem dritten Quartal seine Jahresprognose leicht angehoben. Der Konzern erwarte nun für das Geschäftsjahr 2006/07 (per Ende September) ein Ergebnis vor Steuern (EBT) und wesentlichen Sondereffekten von 3,6 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Erst im Mai hatte das Unternehmen die Prognose auf 3,5 (Vorjahr: 2,6) Milliarden Euro angehoben. Im dritten Quartal steigerte ThyssenKrupp das EBT um ein Drittel auf 1,22 Milliarden Euro nach 806 Millionen im Vorjahreszeitraum. Damit übertraf der Konzern die Erwartungen der Analysten deutlich, die im Durchschnitt 990 Millionen Euro erwartet hatten.

Der Konzernumsatz stieg um elf Prozent auf 13,4 Milliarden Euro. Auch hier ist ThyssenKrupp nun optimistischer für das Gesamtjahr und rechnet mit Erlösen von über 50 (Vorjahr: 47) Milliarden Euro. Bislang hatte Vorstandschef Ekkehard Schulz rund 50 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Damit dürften die Einschätzungen der Experten etwas übertroffen worden sein. So wertet zumindest ein Börsianer die Quartalszahlen. Die meisten hatten dann auch erwartet, dass der Stahlkonzern getrieben vom anhaltenden Stahlboom im dritten Geschäftsquartal deutlich mehr verdient hat als noch im Vorjahr. Neben den weiter hohen Rohstoffkosten dürfte im weiteren Jahresverlauf die sinkende Nachfrage nach Edelstahl die Ergebnisse belasten, heißt es. Die gesteckten Ziele sahen die Experten aber auch vorher nicht in Gefahr.

Die mittel- und langfristigen Ziele ließ ThyssenKrupp unverändert. Bis 2010 soll demnach bei einem Umsatz von rund 60 Milliarden Euro ein bereinigtes Ergebnis vor Steuern von nachhaltig 4 Milliarden Euro erzielt werden. Längerfristig - vor allem nach Inbetriebnahme der Großinvestitionen in Nordamerika - werde ein Umsatz von rund 65 Milliarden Euro und ein bereinigtes Vorsteuerergebnis von 4,5 bis 5 Milliarden Euro erwartet.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

Mehr lesen über