Bayer-Zahlen Keine bittere Pille

Bayer scheint die richtige Dosierung für seine Unternehmensentwicklung gefunden zu haben und legt verbesserte Gewinn- und Umsatzzahlen vor. Außerdem bleibt das Unternehmen bei seiner Jahresprognose.

Frankfurt am Main - Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer  hat im zweiten Quartal dank starker Geschäfte der Gesundheitssparte Gewinn und Umsatz deutlich gesteigert. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie vor Sondereinflüssen sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30 Prozent auf 1,19 Milliarden Euro gestiegen, teilte Bayer am Dienstag mit.

Nach Sondereinflüssen in Höhe von minus 268 Millionen Euro erzielte Bayer ein EBIT von 917 Millionen Euro. Allein die Schering-Integration schlug mit minus 209 Millionen Euro negativ zu Buche. Unter Berücksichtigung der Veräußerungsgewinne für Wolff Walsrode von 231 Millionen Euro erzielte Bayer einen Überschuss von 660 (Vorjahr: 452) Millionen Euro.

Damit lag der Leverkusener Konzern über den Prognosen von Analysten, die nach einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters im Schnitt mit 1,13 Milliarden Euro gerechnet hatten. Bayer setzte im Quartal 8,22 Milliarden Euro um, ein Plus von 22 Prozent. Die befragten Analysten hatten im Schnitt bei einem etwas höheren Umsatz von 8,296 Milliarden Euro ein EBITDA von 1,759 Milliarden Euro erwartet. Unter dem Strich blieb für die Monate April bis Juni ein Überschuss von 660 Millionen Euro, was einem Zuwachs von 46 Prozent entspricht.

"Das zweite Quartal ist für Bayer sehr gut verlaufen. Damit schließen wir an den hervorragenden Start in das Jahr 2007 an", erklärte Vorstandsvorsitzender Werner Wenning. Zum Umsatzanstieg trugen den Angaben zufolge HealthCare mit 9,3 Prozent, CropScience mit 1,9 Prozent und MaterialScience mit 6,3 Prozent bei.

Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern ein Umsatzplus von mehr als 10 Prozent. Die bereinigte operative Rendite gemessen am Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werde voraussichtlich bei mehr als 20 Prozent liegen, bekräftigte Bayer. Nach Aussagen eines Händlers sind die Zahlen damit insgesamt wie erwartet ausgefallen.

manager-magazin.de mit Material von ddp, dpa und reuters

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