Börsenschluss Dax prallt an 8000 Punkten ab

Der Dax ist am Dienstag am erneuten Überschreiten der 8000-Zähler-Marke gescheitert, der Index verlor 0,7 Prozent auf 7920 Punkte. Für einen Dämpfer sorgten die Äußerungen des amerikanischen Notenbankchefs Ben Bernanke.

Frankfurt am Main - Der Dax  hat am Dienstag Verluste verzeichnet. Der Leitindex beendete den Handel mit minus 0,71 Prozent bei 7920 Zählern. Der MDax  verlor 0,03 Prozent auf 11.158 Punkte. Gestützt von Kursgewinnen der stark gewichteten Solarwerte legte der TecDax  dagegen um 0,40 Prozent auf 920 Punkte zu.

Ein Händler verwies auf Aussagen des US-Zentralbankchefs Ben Bernanke, der das hohe Handelsdefizit, geringe Investitionen in Lagerbestände und verhaltene Rüstungsausgaben für das Wirtschaftswachstum von lediglich 0,6 Prozent im ersten Quartal verantwortlich macht. Die amerikanische Notenbank erwartet nach dem geringen Wachstum der US-Wirtschaft zu Beginn des Jahres in den nächsten Monaten jedoch eine deutliche Belebung.

Stärkster Verlierer im Dax waren Lufthansa  mit Abschlägen von 2,4 Prozent auf 20,87 Euro. MAN  büßten 2,3 Prozent auf 108,00 Euro ein. Tui  gaben 0,7 Prozent auf 20,16 Euro ab, nachdem die Kartellbehörden für die First-Choice-Übernahme grünes Licht gegeben haben.

Dagegen gewannen Commerzbank  0,7 Prozent auf 37,27 Euro. Metro  verbesserten sich um 0,6 Prozent auf 63,24 Euro. Altana  stiegen um 0,4 Prozent auf 18,85 Euro.

In der zweiten Reihe verloren IWKA  2,8 Prozent auf 25,25 Euro. EADS  sanken um 2,6 Prozent auf 22,87 Euro. Auf der anderen Seite stiegen Merck  um 5,5 Prozent auf 104,28 Euro. Neben der für den Abend erwarteten Kür zum DAax-Mitglied stützten auch Aussagen, wonach sowohl ein Darmkrebsmedikament als auch ein Medikament gegen Gehirntumore positive Studienergebnisse gebracht hätten. ProSiebenSat1  verbesserten sich um 5,1 Prozent auf 30,15 Euro.

Mit einem Plus von 7,2 Prozent auf 60,60 Euro führten Conergy  die TecDax-Gewinnerliste an. Grund dürfte eine Kurszielanhebung von 64 auf 70 Euro durch die Citibank gewesen sein. Ersol  verteuerten sich um 1,2 Prozent auf 58,45 Euro: Der Erfurter Solarzellenhersteller hatte mitgeteilt, Silizium in Russland kaufen zu wollen. Eine entsprechende Absichtserklärung sei bereits unterzeichnet. Die deutlichsten Abgaben wiesen GPC Biotech  mit 3,2 Prozent auf 21,06 Euro auf.

Der Euro notierte am Abend leichter mit 1,3518 Dollar, nachdem die Europäische Zentralbank am Nachmittag einen Referenzkurs von 1,3532 Dollar festgestellt hatte. Auch der Devisenmarkt zeigt sich Händlern zufolge vor der EZB-Sitzung abwartend. Eine Erhöhung des Leitzinses von 3,75 auf 4,00 Prozent gilt als sicher.

manager-magazin.de mit Material von ddp, dpa

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