US-Börsen Angst vor Inflation

Die US-Aktienmärkte haben am Dienstag uneinheitlich tendiert. Ein Bericht über die Übernahme einer Internet-Werbefirma durch Microsoft sorgte für Gewinne. Andererseits fachten neue Konjunkturdaten die Ängste vor einer stärkeren Inflation in der weltgrößten Volkswirtschaft weiter an.

New York - Der Dow-Jones-Index  der Standardwerte stieg bis zum New Yorker Mittagshandel um 0,2 Prozent auf 13.088 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab etwas nach auf 1481 Stellen. Der Composite-Index der Technologiebörse Nasdaq  verlor 0,27 Prozent auf 2518 Zähler.

"Die Aktienmärkte bleiben weiterhin volatil", erklärte Analyst Subodh Kumar von Subodh Kumar & Associates in Toronto. Die jüngsten Konjunkturdaten bestätigten die Sorge, dass die Inflation stärker zulege als gedacht und die Verbraucher weniger Geld in der Tasche hätten als gewünscht.

Zuvor war bekannt geworden, dass der Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager vom Institute for Supply Management (ISM) im April unerwartet kräftig gestiegen war. Zudem fielen Daten zur Nachfrage auf dem US-Immobilienmarkt im März deutlich schwächer aus als von Analysten geschätzt.

Unter Druck standen die Papiere von BEA Systems . Der Hersteller von Unternehmens-Software hatte seine Umsatzerwartung für das erste Quartal zurückgeschraubt und die Bilanz-Vorlage verschoben. Die Aktie fiel um rund 2,6 Prozent auf 11,48 Dollar.

Enttäuschung der Investoren drückte auch die Aktien des Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble  um etwa 2,2 Prozent auf 62,90 Dollar ins Minus. Der Konzern steigerte seinen Quartalsgewinn zwar um fast 14 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar. Viele Anleger hatten aber auf mehr gehofft und stießen ihre Papiere ab.

Dagegen standen die Papiere der Internet-Werbefirma 24/7 Real Media  auf dem Kaufzettel und verteuerten sich um rund 20 Prozent auf knapp zwölf Dollar. Die "New York Post" hatte berichtet, auch Microsoft sei an 24/7 interessiert und könnte bis zu eine Milliarde Dollar bieten. Microsoft-Aktien  legten knapp ein Prozent auf etwa 30,20 Dollar zu.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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