Börsenrekord Allzeithoch in Amerika

Der Dow-Jones-Aktienindex hat einen neuen Rekord aufgestellt. Das bedeutendste Börsenbarometer der Welt ist im Handelsverlauf über die 12.800-Punkte-Marke gestiegen und damit so hoch wie nie zuvor. Zu dem Aufschwung trugen vor allem Kursgewinne der Finanzwerte bei.

New York - Eigentlich hatte der Handelstag begonnen, wie viele andere zuletzt. New Yorks Börse entwickelte sich mal leicht nach oben, mal fielen die Kurse, aber eine zündende Bewegung gab es nicht. Weder nach oben, noch nach unten.

Heute hielten zunächst vor allem die durchwachsenen Geschäftszahlen des bedeutenden Technologieunternehmens Yahoo  die Investoren davon ab, größere und breit gestreute Kauforders abzugeben; das Yahoo-Geschäftsergebnis war im ersten Quartal um 11 Prozent eingebrochen. Die Laune der Anleger änderte sich aber in dem Moment, in dem die amerikanische Investmentbank JPMorgan den eigenen ausgesprochen guten Geschäftsverlauf veröffentlichte.

Das Geldhaus präsentierte gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum ein Profit-Plus in Höhe von 55 Prozent für das erste Quartal dieses Jahres. Das war viel mehr, als die meisten unabhängigen Wall-Street-Experten zuvor erwartet hatten. Die Meldung reichte deshalb aus, um dem Dow-Jones-Aktienindex  einen Schub über die 12.800-Punktemarke zu geben.

Damit notiert das bedeutendste Aktienbarometer der Welt so hoch, wie nie zuvor in seiner traditionsreichen Geschichte. Seinen vorangegangenen Rekord hatte der Index im Handelsverlauf des 20. Februar mit 12.795,93 Zählern erreicht.

Nach Expertenmeinung waren gute Banken-Nachrichten lange erhofft worden. "Der Finanzsektor lag weit hinter seinen Möglichkeiten zurück, es war wirklich Zeit, etwas zu tun", sagte Stephen Massocca, Vizechef der Investmentbank Pacific Growth Equities in San Francisco. Der Grund für die zuvor bisweilen schlechten Ergebnisse der Geldhäuser sei die Krise bei den zweitklassigen Hypotheken. Dieses Problem sei inzwischen wohl weitgehend gelöst und die Finanzaktien damit reif für eine Rally.

In den vergangenen Wochen hatten die meisten der 30 im Dow Jones  geführten Unternehmen die Prognosen von Analysten für ihren Geschäftsverlauf im ersten Quartal übertroffen.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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