Märkte Bankaktien im Blick

Deutsche Aktien haben sich am Freitag kaum bewegt. Der Dax schwankt um 6900 Punkte. An der Dax-Spitze stehen Bankenaktien, weil wieder über große Übernahmen spekuliert wird.

Frankfurt am Main - Die deutschen Aktien haben sich in einem ruhigen Handel am Freitag überwiegend behauptet. Der Leitindex Dax  stieg bis zum Mittag um 0,04 Prozent auf 6900 Punkte. Für den MDax  ging es um 0,1 Prozent auf 10.152 Punkte nach unten. Der TecDax  stieg um 0,24 Prozent auf 845 Zähler. Im Mittelpunkt standen Konzernzahlen, überwiegend aus der zweiten Reihe.

Bankenwerte kletterten an die Dax-Spitze. Die Aktien der Commerzbank  stiegen um 3,36 Prozent auf 33,51 Euro, Titel der Deutschen Bank  legten um 0,89 Prozent auf 100,95 Euro zu. Auch die Aktie der Postbank  erhöhte sich um 1,75 Prozent auf 65,00 Euro. Händler verwiesen auf ein Interview mit der Citigroup , das erneut Übernahmespekulationen für den Sektor angefacht habe. Demzufolge sehe sich die US-Bank den deutschen Markt sehr genau an. Einen Blick wert sein dürften am Nachmittag die US-Konjunkturdaten - unter anderem werden die Bauausgaben für Februar veröffentlicht.

Auch Aktien von DaimlerChrysler  stehen heute im Fokus. Händler verwiesen auf einen Artikel in der "Detroit Free Press", dem zufolge die Stuttgarter noch vor der Aufsichtsratssitzung über den Verkauf der US-Sparte Chrysler entscheiden wollen. "Je länger eine Entscheidung dauert, desto schlechter für die Zukunft von Chrysler", sagte ein Börsianer. Daher könne eine schnelle Entscheidung, die sowohl im Interesse des Käufers als auch von DaimlerChrysler stehe, nicht ausgeschlossen werden. Ein weiterer Börsianer verwies auf einen Bericht in der "Business Week", demzufolge Chrysler Angebote über mehr als sechs Milliarden Dollar erhalten habe. DaimlerChrysler-Titel gewannen 0,4 Prozent auf 61,14 Euro.

Volkswagen-Aktien  stehen ebenfalls im Blick. Der Automobilhersteller soll seine Kooperationsgespräche mit dem Autobauer Proton beendet haben, berichtet die Zeitung "Straits Times" unter Berufung auf malaysische Regierungsvertreter. Eine Produktionsplattform in Südostasien habe für VW keine Priorität, hieß es weiter. Ein VW-Sprecher widersprach dem Bericht. "Es gibt noch weitere Gespräche, darunter eines auf höchster Ebene", kündigte er am Freitag in Wolfsburg an. VW-Titel verloren 0,2 Prozent auf 113,06 Euro.

Stärkster Verlierer im Dax waren Tui , die 0,9 Prozent auf 18,32 Euro nachgaben. Aktien der Deutschen Post  sanken um 0,6 Prozent auf 22,71 Euro. Die Kurse von Adidas  und der Münchener Rück  sanken um 0,5 Prozent.

Im TecDax  setzten sich die Aktien von United Internet  nach einem positiven Ausblick auf 2007 mit plus 4,44 Prozent auf 14,36 Euro an die Indexspitze. Der Internetdienstleister peilt für das laufende Geschäftsjahr einen deutlichen Ergebnisschub an. Aktien von Singulus  gewannen nach Zahlen um 2,80 Prozent auf 11,40 Euro. Händlern zufolge hat der Hersteller von CD- und DVD-Produktionsanlagen unter dem Strich mehr verdient als am Markt erwartet wurde.

Der italienische Stromkonzern Enel  und der spanische Mischkonzern Acciona  wollen zwischen dem 16. und dem 20. April ihre Übernahmepläne für den spanischen Stromversorger Endesa  vorlegen. "Das Verbot eines formellen Übernahmeangeots durch die spanische Börsenaufsicht CNMV untersagt es nicht, die Inhalte unseres Angebots zu veröffentlichen", sagte eine Sprecherin von Acciona. Der deutsche Versorger Eon  hat bereits ein Übernahmeangebot vorgelegt.

manager-magazin.de mit Material von dpa, ddp, dpa-afx, reuters

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