Börsenschluss 7000 Punkte weiter im Blick

Der Dax hat auch am Donnerstag trotz guter Vorgaben aus den USA nicht den Sprung über die Marke von 7000 Punkten gewagt und schloss nahezu unverändert. Größere Abgaben verhinderte die Aktie von DaimlerChrysler, die erneut stark gesucht war.

Frankfurt am Main - Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag kaum verändert geschlossen. Der Leitindex Dax  markierte zunächst mit 6972 Punkten ein neues Sechs-Jahreshoch, rutschte im Handelsverlauf aber ins Minus und lag schließlich mit 6959 Punkte knapp drei Zähler unter dem Vortagesschluss. Der TecDax  gab 1,3 Prozent auf 849 Punkte nach. Der MDax  schloss dagegen mit 0,2 Prozent im Plus bei 10 173 Punkten.

Stärkster Gewinner im Dax waren DaimlerChrysler , die 3,7 Prozent auf 53,42 Euro zulegten, nachdem das Papier bereits am Vortag um 4,6 Prozent angezogen hatte. Der Konzern hatte am Vortag ein Sanierungsprogramm für seine defizitäre US-Sparte Chrysler vorgestellt und auch einen Verkauf nicht mehr ausgeschlossen. Ein Stuttgarter Gericht lehnte zudem die Schadensersatzklagen von Aktionären ab. Diese hatten dem Konzern vorgeworfen, er habe Insiderinformationen zu spät veröffentlicht. Continental  legten 1,4 Prozent auf 99,19 Euro zu und ThyssenKrupp  gewannen 1,3 Prozent auf 39,30 Euro.

Die Verliererliste im Dax führten Papiere der Deutschen Post mit Abschlägen von 1,5 Prozent auf 24,27 Euro an. Infineon  verloren am Tag der Hauptversammlung 1,1 Prozent auf 12,13 Euro, obwohl das Unternehmen seine mittelfristigen Wachstumsziele bestätigt hatte. Deutschen Telekom  gaben 1,1 Prozent auf 13,63 Euro nach.

In der zweiten Reihe verbesserten sich Salzgitter  parallel zu ThyssenKrupp um 3,9 Prozent auf 105,02 Euro. Merck  und Fraport  legten jeweils mehr als drei Prozent zu. Dagegen rutschten Wacker Chemie  nach Zahlen um 2,2 Prozent auf 125,38 Euro ab.

Tagesverlierer im MDax waren Lanxess  mit einem Minus von knapp 3 Prozent auf 39,33 Euro. Im TecDax legten QSC  knapp 4 Prozent auf 5,73 Euro zu. Die Verlierer führten Solarworld  an mit einem Minus von 5,8 Prozent auf 56,98 Euro. Auch Nordex  gaben um mehr als 5 Prozent nach.

Philadelphia Fed-Index fällt deutlich

Der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank von Philadelphia ist im Februar unterdessen stärker gesunken als erwartet. Das Barometer fiel auf 0,6 Punkte von 8,3 Punkte. Damit signalisiert es zwar einen leichten Anstieg der Industrieaktivität der Region, wie die Philadelphia Fed am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Volkswirte hatten jedoch im Schnitt mit einem höheren Wert von plus 5,0 Zählern gerechnet.

Der Index für den Sechs-Monats-Geschäftsausblick sank auf plus 20,3 Zähler nach plus 22,4 Punkten im Januar. Der Index für die Neuaufträge fiel auf minus 0,5 von plus 1,3 Punkten im Januar, der Beschäftigungsindikator fiel auf minus 0,4 von plus 7,9 Zählern. Der Index der bezahlten Preise legte auf 15,8 von 11,9 Punkten zu.

Zahlen über Null signalisieren ein Wachstum des Verarbeitenden Gewerbes der Region um Philadelphia im Osten der USA. Der Index gibt vergleichsweise verlässliche Hinweise auf die landesweite Entwicklung der US-Industrie.

manager-magazin.de mit Material von ddp, dpa, reuters

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