ThyssenKrupp Stählerne Zahlen

ThyssenKrupp legt gute Quartalszahlen vor - vor allem dank des Geschäfts mit dem Stahl. Auch für die Zukunft gibt sich der Industriekonzern optimistisch. Denn die Nachfrage aus den Schwellenländern bleibt hoch.

Düsseldorf - Der Industriekonzern ThyssenKrupp  hat im abgelaufenen ersten Geschäftsquartal in allen Sparten Zuwächse erzielt und dabei weiterhin stark von der hohen Stahlnachfrage profitiert.

Besonders die Segmente Stainless, Steel und Services hätten deutliche Gewinnsteigerungen erzielt, teilte das Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mit. Die Stahlsparte steigerte den Umsatz um 13 Prozent auf 2,82 Milliarden Euro, der Vorsteuergewinn verbesserte sich um die Hälfte auf 409 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es noch 272 Millionen Euro. Der Auftragseingang nahm vor allem wegen des höheren Preisniveaus um sechs Prozent auf 2,81 Milliarden Euro zu.

Stainless profitierte von den kräftig gestiegenen Edelstahlpreisen und erhöhte den Umsatz um 46 Prozent auf 1,97 Milliarden Euro. Das Ergebnis lag bei 325 Millionen Euro nach sieben Millionen Euro im Vorjahr. Die Auftragseingänge erhöhten sich um ein Viertel auf 1,91 Milliarden Euro. Der Bereich Services erzielte mit einem Umsatzsprung um 30 Prozent auf 3,97 Milliarden Euro und einem auf 192 Millionen Euro verdoppelten Vorsteuerergebnis Rekordzahlen.

Die Sparte Technologies, in der seit Anfang Oktober auch die Automotive-Aktivitäten von ThyssenKrupp integriert sind, konnte wegen rückläufiger Umsätze in diesem Bereich mit Erlösen von 3,11 (3,22) Milliarden Euro den Wert des Vorjahres nicht ganz erreichen. Das Vorsteuerergebnis stieg auf 138 (118) Millionen Euro. Die Aufzugsparte steigerte den Umsatz um sieben Prozent auf 1,08 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich leicht auf 97 (85) Millionen Euro.

Das Unternehmen sieht die Perspektiven für den Stahlmarkt insgesamt weiter positiv. Der Industriekonzern gehe im Jahr 2007 weltweit weiterhin von einer Zunahme der Nachfrage nach Walzstahl aus, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Quartalsbericht. Motor dieser Entwicklung blieben vor allem die Schwellenländer in Asien und Lateinamerika sowie die GUS-Staaten. In Europa und im Nafta-Raum sei allerdings mit einer gleich bleibenden oder leicht rückläufigen Nachfrage zu rechnen, "bedingt durch die etwas gedämpften Konjunkturaussichten und den zu erwartenden Lagerabbau."

In den Schwellenländern wie China, Indien und Brasilien sieht ThyssenKrupp zudem weitere Produktionszuwächse, da dort in größerem Umfang neue Kapazitäten in Betrieb gehen.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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