Techem Gewinne auf dem Zähler

Der Energiedienstleister Techem verdiente im abgelaufenen Quartal besser als zuvor und will nun 2 Euro Dividende pro Aktie ausschütten. Die Experten hatten mit weitaus weniger gerechnet.

Eschborn - Der Energiedienstleister Techem  hat im ersten Quartal des laufenden abgelaufenen Geschäftsjahres 2006/07 bei einem Umsatzplus mehr verdient als ein Jahr zuvor. Der Überschuss sei bis Ende Dezember von 3,3 Millionen auf 6,2 Millionen Euro geklettert, teilte das im MDax  notierte Unternehmen am Dienstag in Eschborn mit. Für das Gesamtjahr 2006/07 bestätigte das Unternehmen seine Prognosen.

Der Umsatz stieg um 12,8 Prozent auf 115,4 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) betrug in der Berichtsperiode 8 (Vorjahr 7) Millionen Euro. Dabei sei der Buchgewinn aus dem Verkauf der Sparte IT Services durch die Rückstellung für Beratungsleistungen im Zusammenhang mit den Übernahmeversuchen in Höhe von bisher 8,2 Millionen Euro aufgehoben worden, teilte Techem weiter mit.

Für das abgelaufene Jahr kündigte Techem nun eine Dividende von 2 Euro an - was rund 85 Prozent des erzielten Überschusses ausmacht. Im Vorjahr hatte Techem erstmals nach der erfolgreichen Restrukturierung eine Dividende von 0,50 Euro gezahlt.

"Dies ist die Folge einer neuen Dividendenpolitik", sagte Sprecher Stefan Lutz. Es handele sich nicht um eine Sonderausschüttung. Für das Wahrnehmen von Wachstumschancen könne der Kapitalmarkt genutzt werden, ein Zurückbehalten des größten Teils des Gewinnes sei dazu nicht nötig.

Eigentlich hatte Techem für das abgelaufene Jahr eine Dividende von etwa 20 Prozent des Überschusses angekündigt, der bei 2,34 Euro je Aktie gelegen hatte. Das wären knapp 0,50 Euro je Aktie gewesen.

Kürzlich war der Versuch der australischen Investmentbank Macquarie gescheitert, Techem für rund 1,4 Milliarden Euro zu übernehmen. Seitdem sind viele Hedgefonds als Aktionäre bei Techem eingestiegen. Macquarie hatte zuletzt 55 Euro je Aktie geboten. Für Beratung und Gutachten sind bei Techem nach eigenen Angaben in dem Übernahmekampf rund 8 bis 10 Millionen Euro an Aufwendungen angefallen.

manager-magazin.de mit Material von dpa und vwd

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