Märkte Weiterhin freundlich

Es geht auch ohne. Obwohl die Unterstützung aus Japan heute wegen eines Feiertages ausbleibt, stehen die Börsen in Deutschland am Montag im Plus. Nur wenige Ausfälle trüben die Stimmung.

Frankfurt am Main - Die meisten deutschen Aktien starten mit einem Plus in den Montag. Die Marktkenner von IG Index berechneten den Dax  am Morgen bei 6607 Zählern, tatsächlich startete der Index bei 6603,55 Punkten. Um die Mittagszeit steht das Börsenbarometer bei gut 6618 Punkten.

Etwas Unterstützung gibt es aus den USA. Der US-Leitindex Dow Jones  hatte sich am Freitag etwas von seinem Tagestief bei Xetra-Schluss erholt und danach noch 17 Punkte zugelegt. Er schloss dennoch etwas schwächer. Die Börse in Tokio blieb an diesem Morgen wegen eines Feiertags geschlossen - übrigens der "Tag der Volljährigkeit".

So wird der heutige Montag dann in erster Linie von den deutschen Unternehmen selbst geprägt. Zum Beispiel die deutschen Autobauer sein. Unter anderem Volkswagen  verkündete auf der Automobilmesse in Detroit, im abgelaufenen Jahr so viele Autos verkauft zu haben wie noch nie. Die Aktie des Hauses stieg um 0,88 Prozent. Bei DaimlerChrysler  wiederum blickt man ausnehmend optimistisch in die Zukunft. "Bei unseren Marken wollen wir bei Mercedes in 2007 an das Rekordniveau anknüpfen, das wir 2006 erreicht haben", sagte DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche am Sonntag auf der US-Automesse. Den Anlegern gefällt das so sehr, dass sie Gewinne mitnehmen. Die Aktien von VW und DaimlerChrysler sacken um 0,28 Prozent ein.

Spitzenreiter sind die Papiere von SAP  und Linde  mit einem Wertzuwachs von 2,43 beziehungsweise 1,95 Prozent. Einen Blick dürfte heute Nachmittag den meisten Aktionären die Titel von EADS  wert sein. Heute informiert der Chief Operating Officer John Leahy von EADS über einen Großauftrag für Airbus.

Der Kurs des Euro hat sich am Montagmorgen kaum verändert gezeigt, nachdem er am Freitagabend im Anschluss an überraschend starke US-Arbeitsmarktdaten gefallen war.

Der US-Ölpreis dagegen hat sich nach den deutlichen Verlusten der vergangenen Woche am Montag etwas erholt. Der deutliche Kursverlust in der vergangenen Woche dürfte zu einer kurzfristigen Erholung in der begonnen Woche führen, sagen nun Händler voraus. Zudem würden für die zweite Januarhälfte niedrigere Temperaturen in den USA erwartet, was zu einem Anstieg der Nachfrage nach Heizöl führen dürfte. Das Barrel der Sorte WTI kostete 56,53 Dollar.

manager-magazin.de mit Material von dpa

Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.