Märkte Dax zuckt über 6400 Punkte

Der Dax startete leicht gebremst in die neue Woche, knackte dann aber die Marke von 6400 Punkten. Für Spekulationen gibt es genug Raum: Dafür sorgen schon die neuen Lenker an der Spitze von Volkswagen und dem heutigen Dax-Anführer Deutsche Telekom.

Frankfurt am Main - Angesichts gemischter Vorgaben aus Übersee startete der Dax  am Montag kaum verändert in die neue Woche. Um 9.20 Uhr notierte der Index bei 6355 Punkten, konnte aber bis 16.40 die Marke von 6400 Punkten knacken, ein Plus von mehr als 0,6 Prozent.

Die Vorgaben aus Übersee waren gemischt: Der US-Leitindex Dow Jones  hatte nach Xetra-Schluss rund sieben Punkte gewonnen und gut behauptet geschlossen. Der Nikkei  ging am Morgen in Japan 0,6 Prozent tiefer aus dem Handel. Händler verwiesen auf Sorgen über die japanische Konjunktur.

Die Aktie der Deutschen Telekom  rückte wegen des Rücktritts von Vorstandschef Kai-Uwe Ricke in den Fokus. Das Unternehmen hatte gestern die "einvernehmliche Trennung" bekannt gegeben. Nachfolger von Ricke wird der bisherige Leiter von T-Mobile, Rene Obermann.

T-Aktie deutlich im Plus

Die T-Aktie stieg im frühen Handel um mehr als zwei Prozent auf 13,60 Euro und konnte im Tagesverlauf um einen weiteren Prozentpunkt zulegen. Der Xetra-Schluss hatte bei 13,14 Euro gelegen, am Freitag hatte Aktie allerdings auch einen Tagesverlust von mehr als zwei Prozent eingefahren. Ein Analyst äußerte sich jedoch skeptisch: "Durch den Rücktritt ändern sich die strukturellen Probleme bei der Telekom nicht."

Auch die Aktien von Volkswagen  dürften am Montag das Interesse auf sich ziehen. Der kommende Vorstandschef Martin Winterkorn plant nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL einen Umbau in der Konzernstruktur des größten europäischen Autobauers. Künftig sollten die Marken neu gruppiert werden, und zwar in eine Premiumgruppe mit Audi, Bentley, Bugatti und Lamborghini sowie eine Gruppe für das Massengeschäft mit Volkswagen, Seat und Skoda.

Zu den größten Verlierern zählte dagegen die Aktie von ThyssenKrupp . Die Hoffnungen auf eine Übernahme von Dofasco haben einen Dämpfer erhalten. Auch der Touristikkonzern TUI verbuchte ein Minus von mehr als einem Prozent. Nach Aussage von Börsianern hat die Deutsche Bank das Kursziel gesenkt und die Aktie zum Verkauf empfohlen. Bei den Nebenwerten im MDax  standen die Aktien von Bilfinger Berger  nach der Vorlage von Quartalszahlen im Blickfeld. Die Titel des Baukonzerns verteuerten sich um 4,2 Prozent.

manager-magazin.de mit Material von dpa, reuters, vwd

Mehr lesen über