Börsenschluss Dax holt einen Pluspunkt

Der Aktienmarkt an der Wertpapierbörse in Frankfurt am Main pendelt in der Nähe seines gestrigen Kursniveaus. Trotz einer Kursachterbahnfahrt halten sich die deutschen Aktien somit achtbar. Besonders gefragt bleiben die Anteilsscheine der Commerzbank, die Deutsche Post rutschte ans Ende der Dax-Liste.

Frankfurt am Main - Der Deutsche Aktienindex Dax  ist am Mittwoch weiter auf der Stelle getreten. Das wichtigste deutsche Börsenbarometer legte bis zum Handelsschluss minimal um 0,04 Prozent auf 5765,81 Zähler zu - ein knapper Punkt mehr als der Schlussstand tags zuvor. Der MDax  verbesserte sich um 0,08 Prozent auf 8.118,52 Zähler und der TecDax  stieg um 0,42 Prozent auf 713,78 Punkte.

Die höchsten Gewinne verbuchte mit einem Plus von 1,9 Prozent der Waschmittel- und Kosmetikkonzern Henkel , gefolgt von der Commerzbank mit 1,5 Prozent. Die zweitgrößte deutsche Privatbank hatte am Mittwoch Zahlen vorgelegt und mit einem Gewinn von 1,165 Milliarden Euro im vergangenen Jahr eines der bislang besten Ergebnisse ihrer Geschichte erzielt.

Die Aktie des Halbleiterherstellers Infineon  verbesserte ebenfalls um 1,5 Prozent. Die deutlichsten Verluste musste mit einem Minus von 3,8 Prozent die Deutsche Post  hinnehmen, die am Mittwoch ebenfalls Zahlen vorgelegt und eine Gewinnsteigerung um fast 40 Prozent berichtete hatte.

Die Aktie von Continental  gab um 1,7 Prozent nach, die von BASF um knapp 1,4 Prozent. Der Euro notierte am Mittwoch etwas stärker: Die Europäische Zentralbank legte den Referenzkurs am Nachmittag bei 1,1904 Dollar fest, nach 1,1898 Dollar am Vortag.

An der Wall Street in New York zeigten die Kurse nach einem zuversichtlichen Statement des US-Notenbankchefs Ben Bernanke zu Konjunkturentwicklung nach oben. Der Dow Jones  legte im frühen Handel um 26,98 Punkte zu, erreichte aber bis 19.30 wieder fast exakt den Vortagsstand - 11.030 Punkte. Am Vortag um 136 Zähler gestiegen war. Der technologieorientierte Nasdaq Composite  verbesserte sich um 0,3 Prozent auf 2268 Zähler.

Noch besser entwickelt sich der Kurs der SAP-Anteilsscheine; er steigt um 1,4 Prozent auf 169,35 Euro an die Indexspitze. Und auch die Papiere der Lufthansa  legen wie schon gestern an Wert zu. Sie verteuern sich heute um weitere 0,5 Prozent auf 13,95 Euro.

Gewinne streichen bisher auch Münchener-Rück-Anleger ein. Die Aktien des Versicherungskonzerns  legen um rund 0,95 Prozent auf 113,90 Euro zu. Der weltgrößte Rückversicherer setzte bei den Vertragserneuerungen zum 1. Januar 2006 Ratenerhöhungen von im Schnitt drei Prozent durch. Zudem steigerte ERGO, die zu dem Rückversicherer gehört, den Gewinn nach IFRS um 231 Prozent auf 782 (236) Millionen Euro.

Die Autowerte zählen heute wie gestern zu den Verlierern im Dax. Der Kurs der DaimlerChrysler-Aktien  konnte sich mit einem Plus von 0,4 Prozent knapp behaupten, BMW-Titel  verloren 1,17 Prozent und Volkswagen-Anteilsscheine  rutschen mit einem Minus in Höhe von 1,26 Prozent sogar auf den drittletzten Platz der Dax-Liste.

Baukonzern stützt MDax

Baukonzern stützt MDax

Aus dem Nebenwerteindex MDax  ragten im Handeslverlauf die Papiere des Baukonzerns Hochtief  heraus. Deutschlands größter Baukonzern erwartet für das abgelaufene Geschäftsjahr 2005 ein deutlich höheres Vorsteuerergebnis als bislang angenommen. Es werde gegenüber 2004 um mehr als zwei Drittel steigen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Essen mit. Bislang hatte Hochtief eine Erhöhung des Vorjahreswertes von 187 Millionen Euro um etwa ein Viertel in Aussicht gestellt.

Die Prognose, den Konzerngewinn von 81 Millionen Euro um mehr als die Hälfte zu steigern, werde dagegen beibehalten. Dennoch genug gute Nachrichten für die Börsianer: Hochtief-Titel legen bisher um 2,1 Prozent auf 44,40 Euro zu.

Dagegen rutschen die Titel des Finanzdienstleisters MLP  mit rund 1,2 Prozent ins Minus und kosten damit derzeit 20,10 Euro. Das Unternehmen hat heute seine Geschäftsdaten für das Jahr 2005 veröffentlicht, die leicht unter den Vorjahreswerten lagen. Die Landesbank Rheinland-Pfalz rechnet auf Basis dieser Daten damit, dass der Aktienkurs des Finanzdienstleisters in der kommenden Zeit weniger gut entwickelt als der vergleichbarer Firmen des Sektors.

Im TecDax  bestimmen derzeit die Solarwerte den Handel. An der Spitze des deutschen Technologiesegmentes haben sich die Papiere von Conergy  und Solarworld  festgesetzt, die um 3,2 Prozent auf 127 Euro zulegen sowie um 2,8 Prozent auf 40,10 Euro.

Aktien von Pfeiffer Vacuum  entwickeln sich ebenfalls besser als der Markt und legen um 1,3 Prozent auf 48 Euro zu. Analyst Eggert Kuls von M.M. Warburg äußerte sich zufrieden mit den Zahlen. Der Umsatz sei wie erwartet, das operative Geschäft leicht besser ausgefallen. Auch der Auftragseingang sei "in Ordnung". Kuls wies insbesondere auf eine Verbesserung im vierten Quartal hin. Der Analyst kündigte an, sein "Halten"-Empfehlung zu überdenken. Auch das Kursziel von bisher 41,60 Euro werde er gegebenenfalls anheben.

Der Ölpreis hat am Mittwoch weiter unter 60 Dollar notiert. Im asiatischen Handel wurde ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI mit 59,66 Dollar gehandelt. Dies waren neun Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für diese Ölsorte fiel gestern erstmals im laufenden Jahr unter 60 Dollar pro Barrel. Der Referenzkurs des Euro ist derweil gestiegen. Die Europäische Zentralbank setzte ihn auf 1,1904 Dollar fest, nach 1,1898 Dollar gestern. Ein Dollar kostete damit 0,8401 Euro.

manager-magazin.de mit Material von dpa, dpa-afx und reuters

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