Deutsche Telekom Seid umschlungen, Milliarden

Europas größte Telefongesellschaft verdient wieder Milliarden. Die Deutsche Telekom profitierte im dritten Quartal 2005 von Zuwächsen in fast alle Sparten, der Mobilfunkbereich entwickelte sich allerdings besonders gut. Auf dem Frankfurter Aktienmarkt verlieren Telekom-Papiere heute dennoch deutlich an Wert.

Bonn - Die Deutsche Telekom  hat im dritten Quartal einen Milliardengewinn eingefahren. Der Überschuss betrug gut 2,4 Milliarden Euro nach einem Minus von 1,36 Milliarden Euro im Vorjahresquartal, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Bonn mit.

Seit Anfang des Jahres verdiente der Telekom-Konzern damit 4,37 Milliarden Euro gegenüber einem Verlust von 150 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Der Quartalsumsatz stieg um 4,8 Prozent auf 15 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr 2005 rechnet die Telekom nun mit einem Umsatz in Höhe on 59,5 Milliarden bis 60 Milliarden Euro, die Dividende für das Jahr 2005 soll wenigsten 62 Cent pro Aktie betragen.

Die Telekom profitierte im dritten Quartal vor allem von Zuwächsen im Mobilfunkbereich. Das Bonner Unternehmen hat beispielsweise rund 1,1 Millionen Kunden in den USA hinzugewonnen; Analysten hatten ein US-Plus von 836.000 zusätzlichen T-Mobile-Kunden erwartet. Gut voran ging es für den Konzern auch in Deutschland. Hierzulande gewann die Mobilfunktochter der Telekom 530.000 Handy-Nutzer hinzu - ebenfalls mehr als von Experten prognostiziert. Damit stieg der Umsatz im Mobilfunk im dritten Quartal um 10,6 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro, das bereinigte Ebitda erhöhte sich um 15 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro.

Bis zum Jahr 2007 will die Firma für ihr drahtloses Telefonangebot zusätzlich rund 8,2 Millionen Vertragskunden hinzugewinnen. Weltweite hätte die Telekom dann deutlich mehr als 90 Millionen Mobilfunkkunden.

Europas größte Telefonfirma hatte zuletzt mit dem Plan für Aufsehen gesorgt, 32.000 Arbeitsplätze streichen zu wollen. mit Blick auf die Milliardengewinne des Unternehmens kritisierten unter anderem die Gewerkschaften das Vorhaben. Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke verwie jedoch darauf, dass der Konzern im Wettbewerb die Kosten weiter senken und Überkapazitäten abbauen müsse - unabhängig von dem aktuell guten Geschäftsergebnis.

An der Börse rutschten die Telekom-Aktien trotz des deutlich besseren Quartalsergebnisses ans Ende der Dax-Liste. Telekom-Anteilsscheine mussten bisher ein Minus um mehr als 2 Prozent auf 14,70 Euro hinnehmen.

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