Sonntag, 25. August 2019

Wochenausblick Zinserhöhung und Zahlenreigen

In der kommenden Woche werden mehr als ein Drittel der Dax-Schwergewichte ihre Quartalszahlen präsentieren - in der Mehrzahl gute, prognostizieren Analysten. Aus Amerika dagegen kommen gemischte Signale. Insgesamt aber nimmt die Hoffnung auf eine Jahresendrally zu.

Frankfurt - Der Dax Börsen-Chart zeigen hat in dieser Woche auf dem Höhepunkt der Berichtssaison beste Chancen, seinen Aufwärtstrend fortzusetzen. Schließlich fällt das Fazit nach der ersten Hälfte der Quartalsbilanzen viel versprechend aus. Zuletzt hatte der Index sogar die wichtige Marke von 5000 knapp zurückerobert.

Goldener Herbst: Viele Analysten prognostizieren Kursanstiege
Allein in dieser Woche stehen die Berichte von mehr als einem Drittel der Schwergewichte auf dem Programm. "Sollte sich der Trend fortsetzen, dürfte der Dax Rückenwind durch die Quartalszahlen bekommen", ist sich Steffen Neumann, Marktstratege bei der Landesbank Rheinland-Pfalz, sicher: "Die bisherigen Bilanzen waren allesamt ziemlich gut. 14 von 16 Unternehmen haben bisher beim Umsatz die Erwartungen des Marktes übertroffen, beim Gewinn waren es 13 von 16."

Nach Einschätzung der Aktienmarktexperten der Commerzbank Börsen-Chart zeigen haben viele Anleger durch die vielen guten Quartalszahlen aus Deutschland, Europa und den USA bereits in den vergangenen Tagen neuen Mut geschöpft und hoffen auf eine Jahresendrally. "Der etwas nachgebende Ölpreis und die historisch moderaten Bewertungen stützen dieses freundliche Aktienszenario", heißt es in ihrem wöchentlichen Börsenausblick.

Auch die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) schätzt die Chance, dass sich der Dax im vom Jahr 2005 mit einem deutlichen Kursplus verabschieden wird, als recht hoch ein. "Insbesondere im Vergleich zu Rentenpapieren bieten Aktien ein günstiges Chance-Risiko-Profil. Wir dürfen uns daher auf eine Fortsetzung des goldenen Herbstwetters freuen, diesmal allerdings an der Börse", urteilen die LBBW-Strategen.

Allerdings dürften nach Meinung der Commerzbank die unterschwellig weiter bestehenden Inflationsbefürchtungen und die Möglichkeit einer restriktiveren Geldpolitik der Zentralbanken nicht übersehen werden. Die US-Notenbank (Fed) hatte zuletzt den Leitzins in den USA zum zwölften Mal in Folge um 25 Basispunkte auf jetzt vier Prozent erhöht.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wiederum hatte am vergangenen Donnerstag den seit mehr als zwei Jahren auf dem historischen Tief von zwei Prozent liegenden Leitzins nicht angetastet. Volkswirte rechnen aber schon bald mit einem ersten Zinsschritt der EZB.

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