Märkte Tui gerät ins Schwimmen

Der Deutsche Aktienindex ist mit einem leichten Plus in die neue Handelswoche gestartet. An die Spitze aller Dax-Werte setzten sich heute die Volkswagen-Aktien, Adidas-Salomon-Titel rutschten ans Ende des Kurszettels.

Unterstützt von der Kursentwicklung vieler Autowerte haben die deutschen Aktien die Woche überwiegend mit Kursgewinnen begonnen. Der Deutsche Aktienindex (Dax)  stieg am Montag zunächst um 0,5 Prozent auf ein Tageshoch von 4954 Punkte, bröckelte bis zum Handelsschluss aber auf 4941 Punkte ab. Unter dem Strich bleb deshalb nu ein kleines Plus in Höhe von 0,24 Prozent. Der MDax  für mittelgroße Werte konnte 0,95 Prozent auf 6806 Indexzähler zulegen. Und der Technologieindex TecDax  gewann 0,1 Prozent auf 583 Punkte.

"Es ist ganz normal und gesund, dass die Dynamik ein wenig nachlässt", sagte Aktienhändler Heinz Bernd Schmitz von der NordLB. "Nach den Kursgewinnen vom Freitag fehlen die Anschlusskäufe." An die Spitze aller Dax-Titel setzten sich heute die Volkswagen-Aktien , die ein Plus von rund 2 Prozent auf 44,90 Euro verbuchen konnten. Continental-Anteilsscheine  zogen um 1,52 Prozent auf 65,60 Euro an, die Titel von DaimlerChrysler  gewannen 1,1 Prozent auf 42,63 Euro.

Ans Ende des Feldes rutschten erneut die Aktien des Touristikkonzerns Tui . Zur Finanzierung des geplanten Zukaufs in der Schiffahrtsparte des Konzerns zum Preis von 1,7 Milliarden Euro plant Tui eine Kapitalerhöhung. Zu den größten Verlierern zählten auch die Aktien des Sportartikelherstellers Adidas-Salomon  mit einem Minus von in der Spitze zwei Prozent auf 144,92 Euro. Händler begründeten die Kursverluste mit der Entscheidung von Merrill Lynch, die Aktien auf "neutral" von "buy" zu senken.

Zu den Verlierern zählten im Verlauf die MAN-Titel mit einem Abschlag von gut einem Prozent. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen nach Kursgewinnen, die am Vormittag die Aktien von MAN  noch um 2,6 Prozent in die Höhe getrieben hatten.

Das erste Vioxx-Urteil gegen den US-Pharmakonzern Merck & Co vom Freitag spielte an der Frankfurter Börse Händlern zufolge am Montag kaum noch eine Rolle. Zwar zählten die Pharmawerte Schering  mit einem Abschlag von 0,4 Prozent und Altana  mit minus 0,2 Prozent zu den Verlierern.

"Doch liegt das eher an mangelndem Kaufinteresse als an Verkaufsdruck", sagte ein Händler. Im ersten Prozess um das Arthritis-Medikament Vioxx hatte ein US-Gericht am Freitag Merck die Mitschuld am Tod eines Patienten gegeben und das Unternehmen zu einer Millionenstrafe verurteilt. Die Bayer-Anteilsscheine  legten dagegen um 0,5 Prozent auf 29,07 Euro zu.

Im MDax  machten HypoReal Estate  einen Kurssprung von 6,5 Prozent. Händler verwiesen zur Begründung auf ein Gerücht, wonach das Unternehmen vor einer Übernahme durch die Private-Equity-Gesellschaft Blackstone steht. Im TecDax  waren Solarworld  mit einem Kursplus von 2,1 Prozent auf 88,50 Euro Tagesgewinner.

Der Euro legte gegenüber dem US-Dollar wieder zu. Die Europäische Zentralbank stellte am Mittag einen Referenzkurs von 1,2231 Dollar nach 1,2183 am Freitag fest. Damit mussten 0,8176 Euro für einen Dollar gezahlt werden. Am Devisenmarkt kostete die Einheitswährung am Abend 1,2232 Dollar.

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