Märkte Rückschlag auf hohem Niveau

Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende haben den Deutschen Aktienmarkt ins Minus gedrückt. Gegen den Trend begehrt sind vor allem die Aktien von ThyssenKrupp und Adidas-Salomon.

Trotz positiven US-Vorgaben konnte Deutschlands Aktienleitindex sein bisheriges Kursniveau zum Start des letzten Handelstages dieser Woche nicht verteidigen. Der Dax  verlor zu Handelsbeginn knapp 0,2 Prozent seines gestrigen Indexstandes und rangiert nunmehr bei 4945 Punkten. Noch einen Tick schwächer ist der Nebenwerteindex MDax  in den Tag gestartet.

Das zweitwichtigste deutsche Aktienbarometer büßte zu Beginn des Freitagshandels knapp 0,25 Prozent auf 6790 Punkte ein. Gegen den Trend zulegen konnte dagegen der TecDax . Der Technologieindex kann sich mit einem kleinen Plus in Höhe von rund 0,1 behaupten. Der neue Indexstand: rund 588 Punkte.

An die Spitze der Dax-Wert setzten sich zu Beginn des Handelstages die Aktien von ThyssenKrupp , die um knapp 2 Prozent auf etwa 15,95 Euro zulegen konnten. Das Düsseldorfer Unternehmen hatte zuvor bessere Quartalszahlen präsentiert, als die meisten Analysten erwartet hatten. Besonders die Flachstahlsparte des Konzerns glänzte, dagegen zeigte der Automobilzulieferbereich Schwächen. "Die Zahlen lagen deutlich über unseren Erwartungen", bestätigte WestLB-Analyst Jürgen Siebrecht.

Das Dax-Spitzentrio komplettieren zu Handelsbeginn die Commerzbank-Aktien  und die Anteilsscheine von Adidas-Salomon . Beide können bisher rund 0,6 Prozent zulegen, auf Kurswerte von 21,45 Euro und 150,70 Euro.

Hannover Rück  erholten sich trotz einer Herabstufung von JP Morgan um 0,65 Prozent auf 30,80 Euro. Am Vortag hatten die Aktie des Versicherers in Reaktion auf Zahlen mehr als 5 Prozent eingebüßt, da das operative Geschäft im zweiten Quartal überraschend schleppend verlaufen war.

Allianz-Titel  fielen dagegen trotz eines optimistischen Ausblicks als schwächster Dax-Wert um 1,31 Prozent auf 108,41 Euro zurück. Vorstandschef Michael Diekmann zeigte sich zuversichtlich, die für 2005 gesetzten operativen Ziele der einzelnen Sparten zu übertreffen. Es gebe keine negativen Details in den endgültigen Zahlen, sagte ein Börsianer.

MAN-Aktien  folgten mit einem Abschlag von 0,73 Prozent auf 40,70 Euro, nachdem sie am Vortag 3,14 Prozent auf 41,00 Euro gewonnen hatten. Die WestLB hatte die Aktien einen Tag nach der Vorlage des Zwischenberichts von "Buy" auf "Outperform" herabgestuft.

Im Laufe des Tages könnte auch der zweitgrößte börsennotierte deutsche Stahlwert, Salzgitter , noch die Aufmerksamkeit der Händler auf sich. Die Zahlen des Stahl- und Röhrenherstellers zum ersten Halbjahr sind laut Händlern durch die Bank besser als erwartet ausgefallen. Darauf habe jedoch ein Interview von Konzernchef Wolfgang Leese die Märkte bereits vorbereitet, schränkte ein Marktteilnehmer am Freitagmorgen ein. Zugleich habe der MDax-Konzern seine Prognose präzisiert.

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