Märkte Die Stunde der Banken

Die Konsolidierung der Bankenbranche in Deutschland ist durch die beschlossene Übernahme der HVB in Bewegung gekommen. Die Spekulationen über anstehende Megadeals beherrschen das Marktgeschehen. Commerzbank und Deutsche Bank haben den Schleier über ihren Expansionsplänen bereits etwas gelüftet.

Frankfurt am Main - Der Dax  ist am Dienstag schwächer gestartet und hat die Marke von 4600 Punkten wieder etwas aus dem Blick verloren. Der Leitindex lag kurz nach Handelsbeginn mit 0,4 Prozent im Minus bei 4582 Punkten. Der TecDax  gab um 0,2 Prozent auf 536 Zähler nach. Für Bewegung am Markt könnte nach Einschätzung von Händlern der am Freitag anstehende Verfall von Optionen und Terminkontrakten sorgen. Für den Nachmittag wurden US-Konjunkturdaten erwartet.

Die US-Börsen beendeten den Handel am Montag gut behauptet. Der Dow Jones  gewann 0,1 Prozent auf 10.523 Punkte. Der Nasdaq Composite  stieg um 0,3 Prozent auf 2069 Zähler. Der Euro notierte unterdessen am Dienstagmorgen wieder oberhalb der Marke von 1,21 Dollar bei 1,2133 Dollar. Am Montag war der Euro zeitweise auf 1,2029 US-Dollar abgesackt, den tiefsten Stand seit September 2004.

Im Blickpunkt des Börsengeschehens stehen weiterhin die Bankentitel. So ist die Deutsche Bank  nach Aussage ihres Chefs Josef Ackermann zur Übernahme von Geldinstituten im In- und Ausland bereit. Die Commerzbank  sucht Zeitungsberichten zufolge in Deutschland nach einem Fusionspartner. Am Montag hatte die geplante Übernahme der HypoVereinsbank  durch Unicredito Italiano  den Markt bestimmt. Am Morgen kletterten Commerzbank um 1,1 Prozent auf 18,48 Euro, HVB um 0,6 Prozent auf 20,65 Euro. Deutsche Bank gaben dagegen 0,5 Prozent auf 64,54 Euro ab. Deutsche Post verloren nach der Platzierung eines Aktienpakets der KfW 0,6 Prozent auf 19,00 Euro.

Der bayerische Holzverarbeiter Pfleiderer hat im bisherigen Jahresverlauf sein Ergebnis deutlich gesteigert und hält an seinen Jahreszielen fest. Der Vorsteuergewinn der fortzuführenden Aktivitäten habe bis April um gut 23 Prozent auf 11,6 Millionen Euro zugelegt, teilte das im Nebenwerteindex MDax gelistete Unternehmen am Dienstag in Neumarkt mit. Der Umsatz sank dagegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund ein Prozent auf 294,3 Millionen Euro. An der Börse gab der Kurs der Pfleiderer-Aktie um 3,9 Prozent auf 14,60 Euro nach.

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