375 Millionen Euro für den Fußballclub Lars Windhorst überweist letzte 30-Millionen-Rate an Hertha BSC

Der Fußball-Bundesligist Hertha BSC hat die letzte vereinbarte Tranche in Höhe von 30 Millionen Euro von Lars Windhorst erhalten. Damit hat der Investor alle Vereinbarungen erfüllt.
Lars Windhorst: Der Investor hat Millionen in Hertha BSC gesteckt

Lars Windhorst: Der Investor hat Millionen in Hertha BSC gesteckt

Foto: David Swanson / REUTERS

Investor Lars Windhorst (44) hat die letzte vereinbarte Tranche in Höhe von 30 Millionen Euro an Hertha BSC überwiesen. Dies hat der Fußball-Bundesligist am Dienstag bestätigt. Die Berliner teilten mit, den Betrag in Höhe von 30 Millionen Euro aus der Investmentvereinbarung mit Windhorsts Unternehmen Tennor erhalten zu haben. Damit seien alle Vereinbarungen erfüllt und die Eigenkapitalfinanzierung beendet worden. "Gerade in der schwierigen Zeit der Pandemie sichern Tennors Eigenkapitalbeiträge Handlungsspielräume für die Hertha BSC GmbH & Co. KGaA und unser Profiteam," sagte Carsten Schmidt, Geschäftsführer der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA.

Seit 2019 hat Windhorst somit die vertraglich vereinbarten rund 375 Millionen Euro an den Hauptstadtclub gezahlt. In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Berichte über Probleme bei der Zahlungsabwicklung gegeben. Auch das manager magazin berichtete über die schwierige Lage, in der sich Windhorst offenbar befand .

Und auch aktuell steckt der Hochrisiko-Investor Windhorst in einer schwierigen Situation: Er ist zu einigen Notverkäufen gezwungen , um Kredite seiner Investmentgesellschaft Tennor zu bedienen. Bis Anfang 2022 muss der Finanzakrobat zunächst mehr als eine Milliarde Euro auftreiben, um einen dann fälligen Zwischenkredit in Höhe von 1,45 Milliarden Euro zu tilgen. Das Geld dient zur Rücknahme von Windhorst-Anleihen, mit denen Anleger einer Fondsgesellschaft große Verluste erlitten hatten und die nicht mehr verkäuflich waren.

Bereits am Freitag hatte Windhorst selbst auf Twitter bekannt gegeben, dass die letzte Rate überwiesen sei. "Seit 2019 habe ich damit 375 Millionen Euro in den Verein investiert", schrieb Windhorst: "Ich stehe zu meinem Wort - und auch zukünftig an der Seite der Herthaner."

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Windhorst hält durch sein Investment 66,6 Prozent an der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA. Langfristig möchte der 44-Jährige den Verein mit seinen Finanzmitteln in die Champions League führen und am liebsten als internationale Marke etablieren. Der von ihm geprägte Begriff des Big City Clubs hatte auch vereinsintern zu Diskussionen geführt.

la/dpa