Gabelstaplerbauer will Schulden abbauen Kion plant Kapitalerhöhung

Der Gabelstaplerbauer Kion will durch die Ausgabe neuer Aktien bis zu eine Milliarde Euro einnehmen. Das Geld soll vor allem in den Abbau von Schulden fließen.
Stapler von Kion: Das Unternehmen plant eine Kapitalerhöhung über rund eine Milliarde Euro

Stapler von Kion: Das Unternehmen plant eine Kapitalerhöhung über rund eine Milliarde Euro

Foto: Kion/ dpa

Der Gabelstaplerhersteller Kion  könnte mit seiner angekündigten Kapitalerhöhung fast eine Milliarde Euro einsammeln. Das Unternehmen will gut 13 Millionen neue Aktien an den Mann bringen, wie aus einer am späten Mittwochabend veröffentlichten Mitteilung hervorgeht. Der Schlusskurs im Xetra-Hauptgeschäft hatte bei knapp 72 Euro gelegen. Allerdings sackte der Kurs auf der Handelsplattform Tradegate in einer ersten Reaktion um 2,5 Prozent ab.

Die neuen Aktien entsprechen etwa 11 Prozent des derzeitigen Aktienkapitals und sollen auch den bisherigen Eigentümern angeboten werden. Sie haben das recht, für neun bestehende Aktien eine neue zum Bezugspreis zu kaufen. Der Großaktionär Weichai Power hat sich der Mitteilung zufolge verpflichtet, bei der Kapitalerhöhung vollumfänglich mitzuziehen. Mit dem Erlös will Kion zunächst die Verschuldung reduzieren. Zudem möchte der Konzern die im Mai vereinbarte KfW-Kreditlinie kündigen.

Die Bezugszeit beginnt am 20. November und endet am 3. Dezember. Der Bezugspreis soll am 30. November festgelegt werden. Nicht bezogene Aktien werden voraussichtlich am 4. Dezember 2020 im Rahmen eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens ausschließlich qualifizierten institutionellen Investoren angeboten. Der endgültige Umfang der Barkapitalerhöhung und damit der Platzierungserlös wird voraussichtlich am 4. Dezember bekannt gegeben werden.

cr/dpa-afx
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