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Multimilliardär Ken Griffin Die Krise nutzen – wie man im Börsencrash Geld verdient

Als Kind verfütterte Ken Griffin eine lebende Maus an seine Lieblingsschlange. Heute verfolgt der Gründer des Hedgefonds Citadel ein paar einfache Regeln, um am Tiefpunkt Beute zu machen. Die können auch Privatanleger nachahmen.
aus manager magazin 7/2022
Kommandozentrale: Hedgefonds-Gründer Ken Griffin unterhält im Citadel Center von Chicago eine Videowand. Griffin gilt als einer der besten Datenfüchse auf dem Kapitalmarkt.

Kommandozentrale: Hedgefonds-Gründer Ken Griffin unterhält im Citadel Center von Chicago eine Videowand. Griffin gilt als einer der besten Datenfüchse auf dem Kapitalmarkt.

Foto: E. Jason Wambsgans / imago images/ZUMA Wire

Ken Griffin (53) macht sich keine Illusionen. „Die nächsten Monate werden unglaublich hart“, sagt der Gründer des Hedgefonds Citadel im Mai bei einer Konferenz in Los Angeles. „Aktien zu besitzen ist eine Qual.“ Die Banker im Publikum, von denen viele selbst im Fall des Weltuntergangs wohl allenfalls von „anhaltend hoher Volatilität“ schwadronieren würden, um ihren Kunden kurz vor Armageddon schnell noch ein paar Fonds zu verkaufen, schauen betreten auf ihre Smartphones.

Griffin ist für die Finanzszene ungefähr das, was Elon Musk (50) zuletzt für die Autoindustrie war. Er spricht aus, was andere nie sagen würden, behält am Ende aber meist recht. Das Ergebnis: Sein Fonds Citadel verwaltet vom Hauptsitz Chicago aus 51 Milliarden Dollar und ist damit so gut ausgelastet, dass er keine neuen Klienten mehr annimmt. Parallel hat er den mittlerweile größten Wertpapierhändler der USA aufgezogen: Citadel Securites wickelt mehr als jeden vierten Verkauf von US-Aktien ab, Wettbewerber sprechen ehrfurchtsvoll vom "Amazon der Finanzmärkte".

Griffins persönliches Vermögen wird inzwischen auf rund 26 Milliarden Dollar geschätzt. Ihm gehören einige der teuersten Wohnungen der USA und eine Kunstsammlung, deren Glanz viele staatliche Museen überstrahlt, mit Hauptwerken von Claude Monet, Jackson Pollock, Jasper Johns und Jean-Michel Basquiat. Als einer der größten Spender der republikanischen Partei besitzt er politischen Einfluss.

Es war selten eine gute Idee, gegen Griffin zu wetten. Seit 1990 hat er im Durchschnitt 19 Prozent Rendite für seine Anleger erzielt, nur in zwei Jahren machte er Verluste. Wer ihm zum Start 10.000 Dollar anvertraut hätte, besäße 2022 rund drei Millionen Dollar (siehe Grafik).

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