Niedrigster Stand seit zwei Jahren Industrieproduktion in China eingebrochen

Der harte Lockdown in zahlreichen chinesischen Städten zeigt erste Folgen: In China wurde im April so wenig produziert wie seit Februar 2020 nicht mehr.
Konjunkturbremse: Corona-Test in Peking

Konjunkturbremse: Corona-Test in Peking

Foto: Ng Han Guan / dpa

Eines der wichtigsten Barometer für die chinesische Wirtschaftsleistung ist im April eingebrochen. Der am Samstag veröffentlichte Einkaufsmanagerindex (PMI) fiel von 48,1 auf 46 Zähler. Das ist der stärkste Rückgang seit Mai 2020. Liegt der Indikator unter dem Wert 50, deutet dies auf einen Rückgang der Wirtschaftstätigkeit hin. Analysten hatten mit einem moderateren Abschwung gerechnet.

Die befragten Unternehmen begründeten den Rückgang mit der Verschärfung der Corona-Beschränkungen und den daraus resultierenden Auswirkungen auf Geschäftsabläufe, Lieferketten und die Nachfrage. Insbesondere führten Schwierigkeiten bei der Verschiffung und das Nachlassen der Auslandsnachfrage zu einem anhaltenden Rückgang neuer Exportaufträge.

China verfolgt nach wie vor eine strikte Null-Covid-Strategie, die mit Omikron auf eine harte Probe gestellt wird. Der Lockdown in Shanghai, der wirtschaftlich wichtigsten Stadt des Landes, hält mittlerweile seit über vier Wochen an. Auch in Peking wurden zuletzt einzelne Wohnsiedlungen aufgrund steigender Infektionszahlen abgeriegelt. Die chinesischen Aktienindexe reagierten zu Beginn der Woche auf einen drohenden Lockdown in der Hauptstadt mit starken Kurseinbrüchen.

dpa/afp/rtr/oho