Donnerstag, 27. Februar 2020

Technik für die Wohnung Wie Apps jetzt Mietern beim Lüften helfen

Der elektronische Haushaltszähler: Mit den elektronischen Stromzählern verbindet die Branche Hoffnungen auf Stromersparnis und stabilere Netze

3. Teil: Per Knopfdruck neu justiert

Mit solchen Energiesparmaßnahmen können Vermieter ihre Immobilien aufwerten. Sie sind aber kein Allheilmittel: Die smarte Messtechnik hilft Mietern, ihr Nutzerverhalten zu verbessern, um energetische Sanierung kommen Vermieter damit allerdings nicht herum. "Nach 25 Jahren sollte ein alter Heizkessel wirklich ausgetauscht werden", sagt Martin Pehnt, Wissenschaftlicher Vorstand des Instituts für Energie- und Umweltforschung in Heidelberg. "Moderne Messtechnik ist kein Ersatz für Sanierungen, sondern eine Energiesparhilfe für den Endverbraucher."

Dafür helfen die Messegeräte aber, die Mieter bei der Sanierung zur Mitarbeit zu bewegen. Was nützt schließlich die modernste Klimatechnik im frisch sanierten Gebäude, wenn Mieter dann doch wieder alle Fenster aufreißen und die automatische Heizsteuerung lieber abstellen und die Temperatur selbst regeln?

Die Messtechnik kann sich per Knopfdruck auf neue Gegebenheiten einstellen, während der Mieter lange an seinen gewohnten Heiz- und Lüftungsmethoden hängt. Kritisch ist das nach Sanierungsmaßnahmen, weil neu gedämmte Fassaden und Fenster Wärme anders speichern. "Stellt der Mieter sein Lüftungsverhalten nicht um, schimmelt es schnell in der frisch renovierten Wohnung", weiß Berater Büser. So könnten sich Mieter und Vermieter auf moderne Technik verlassen, Mieter ersparen sich hohe Energiekosten und Vermieter die Sorge um den Werterhalt der Wohnung.

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