Sonntag, 31. Mai 2020

Exotische Architektur an Côte d'Azur Schnappen Sie sich Pierre Cardins "Blasen-Palast" für 400 Millionen

Schöne Frauen vor exotischer Kulisse: Bilder vom "Blasen-Palast" am Mittelmeer
REUTERS

Aus der Luft betrachtet sieht die Immobilie ein wenig aus wie eine Ansammlung großer, versteinerter Blasen in einer ansonsten mit herkömmlichen Häusern und Villen bebauten Gegend Südfrankreichs. Tatsächlich handelt es sich aber um das Anwesen des berühmten französischen Modeschöpfers Pierre Cardin, das dieser nun verkaufen will. Einem Bericht von "Forbes" zufolge hätte Cardin gerne mehr als 400 Millionen Euro für das exotische Objekt, das einen direkten Blick auf' das Mittelmeer bietet.

Cardins zum Großteil in Terracotta gehaltener "Palais Bulles" ("Blasen-Palast") befindet sich im Küstenort Théoule-sur-Mer im Esterel-Gebirge, ganz in der Nähe von Cannes. Der heute 93-jährige Modedesigner, der seine erste Firma schon vor mehr als 60 Jahren gegründet hat, erwarb das Anwesen 1991. Die 1200-Quadratmeter-Immobilie verfügt über mehr als zwei Dutzend zumeist kreisrunde Zimmer, zwei Pools sowie ein eigenes Amphitheater mit mehreren Hundert Sitzplätzen.

Die merkwürdige Optik des "Palais Bulles" kommt nicht von ungefähr: Die Immobilie ist das Werk des ungarisch-stämmigen Architekten Antti Lovag, der sich auf den Bau solcher "Kugelhäuser" spezialisiert hatte. Lovags "organische Architektur" sollte mit der Form und dem Aufbau des menschlichen Körpers harmonieren und den Bewohnern so eine höhere Lebensqualität ermöglichen.

Der "Blasen-Palast" diente dem umtriebigen Pierre Cardin in all den Jahren allerdings nicht nur zum Wohnen. Im Laufe der Zeit fanden dort zahllose Promi-schwangere Partys und Events statt, inklusive der Feier zu James Bonds 40. Geburtstag, die MTV im Jahr 2002 veranstaltete. Zudem war der "Palais-Bulles" immer wieder Kulisse diverser Modenschauen und Foto-Shootings. Zuletzt stellte dort im Mai das Modehaus Dior eine Kollektion für 2016 vor.

Übernachtungen sind im "Blasen-Palast" übrigens ebenfalls möglich, schrieb jüngst die "Daily Mail". 990 Euro kostet demnach ein Zimmer pro Nacht. Wer das gesamte Anwesen in Beschlag nehmen will, muss etwa 11.850 Euro pro Tag auf den Tisch legen, so die "Mail".

Schöne Frauen vor exotischer Kulisse: Bilder vom "Blasen-Palast" am Mittelmeer

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