Luxusimmobilien in Fernost Singapurs Hausverkäufe auf Jahreshoch

Während in China die Preise einknicken und viele Wohnungen leer stehen, kommt der Luxusimmobilienmarkt Singapurs offenbar auf Touren: Im Mai stiegen die Verkäufe auf den höchsten Stand seit Monaten.
Skyline von Singapur: Die Metropole in Fernost zählt zu den teuersten der Welt

Skyline von Singapur: Die Metropole in Fernost zählt zu den teuersten der Welt

Foto: ROSLAN RAHMAN/ AFP

Hamburg - In Singapur sind die Hausverkäufe im Mai auf den höchsten Stand seit beinahe einem Jahr gestiegen. Grund sei, dass Bauträger neue Projekte zu günstigeren Preisen auf den Markt brächten, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Verweis auf einen Bericht der Regierung.

Demnach wurden in Singapur im Mai 1470 Häuser verkauft, gegenüber 749 im April. Damit befinden sich die Verkäufe auf dem höchsten Stand seit Juni 2013. Der Anstieg betrage auf Jahressicht 0,8 Prozent, so Bloomberg.

Die Verkäufe in Asiens zweitteuerster Stadt hätten zugenommen, weil Bauträger ihre Offerten teilweise zu Discountpreisen in den Markt gäben. Mit Verweis auf Daten einer Regierungsbehörde schreibt Bloomberg, die Hauspreise in Singapur seien bereits zwei Quartale in Folge gefallen.

Jede fünfte Wohnung in China steht leer

Die Bauträger würden ihre Objekte neuerdings vernünftiger bepreisen, sagt beispielsweise Nicholas Mak, Chef des Immobiliendienstleisters SLP in Singapur, laut Bloomberg.

Zum Hintergrund: Einer Untersuchung des Immobiliendienstleisters Knight Frank zufolge ist Singapur nach Hongkong der zweitteuerste Markt für Luxusimmobilien in Asien.

Die Lage in Singapur steht offenbar im Gegensatz zum flächendeckenden Wohnimmobilienmarkt in China. Dort gibt es nach wie vor Probleme mit Überkapazitäten, die Sorge um eine mögliche Preisblase geht um.

Eine vergangene Woche veröffentlichte Studie ergab beispielsweise, dass in den Megacitys der Volksrepublik inzwischen jede fünfte Wohnung leer steht. Zu den Problemen der Eigentümer dieser Immobilien komme hinzu, dass sich die Preise inzwischen unter Druck befänden, so die Studie laut "Wall Street Journal".

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