Börsengang geplant Österreicher kaufen 18.000 Wohnungen im Norden

Eine weiteres Immobilienschwergewicht befindet sich auf dem Weg an die Börse. Wie die österreichische Immofinanz Group mitteilt, soll deren Tochter Buwog demnächst gelistet werden. Zuvor steht noch der Kauf eines Wohnungspaketes für fast eine Milliarde Euro an.
Blick auf Kiel: 75 Prozent des neu gekauften Buwog-Portfolios befinden sich im Großraum der Hauptstadt Schleswig-Holsteins sowie Lübecks, Hamburgs und Braunschweigs

Blick auf Kiel: 75 Prozent des neu gekauften Buwog-Portfolios befinden sich im Großraum der Hauptstadt Schleswig-Holsteins sowie Lübecks, Hamburgs und Braunschweigs

Foto: Landeshauptstadt Kiel / Wolfgang Okon

Hamburg - An der Börse steht ein milliardenschweres IPO einer Immobiliengesellschaft bevor. Die österreichische Immofinanz Group gibt bekannt, ihre Tochter Buwog an den Börsen Frankfurt, Wien und Warschau listen lassen zu wollen. Geplant ist den Angaben zufolge die Notiz von 51 Prozent der Buwog-Aktien. 49 Prozent sollen im Besitz der Immofinanz, eines der großen Immobilienkonzerne Europas, verbleiben.

Zuvor übernimmt die Buwog ein Portfolio von rund 18.000 Wohnungen in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und zu einem geringen Teil auch Mecklenburg-Vorpommern. Verkäufer ist die Solaia Real Estate, hinter der die Pirelli-Tochter Prelios sowie ein Investmentfonds gemanagt von Deutsche Asset & Wealth Management - Real Estate stehen.

Den Kaufpreis für die Wohnungen mit einer Gesamtmietfläche von etwa 1,09 Millionen Quadratmetern beziffert Immofinanz auf rund 892 Millionen Euro. Einer Mitteilung des Verkäufers Prelios zufolge hat die Transaktion indes ein Gesamtvolumen von 917 Millionen Euro, worin sich 736 Millionen Euro an Schulden befänden.

Durch den Wohnungsdeal wächst das Portfolio der Buwog auf rund 54.000 Einheiten mit einer Nutzfläche von 3,72 Millionen Quadratmetern und einem Buchwert von 3,49 Milliarden Euro, teilt Immofinanz mit. Die Bruttomietrendite des vergrößerten Gesamtbestandes beläuft sich demnach auf 5,5 Prozent bei einem Leerstand von 4,5 Prozent.

Insgesamt sind über 80 Prozent des Portfoliowerts der Buwog in Bundes- und Landeshauptstädten, weiteren Groß- und Mittelstädten sowie deren unmittelbarem Einzugsgebiet gebündelt, so Immofinanz. Das Portfolio teile sich zu etwa gleichen Teilen auf Österreich und Deutschland auf.

Bevor der abschließende Börsengang über die Bühne gehen kann, müssen die Aktionäre der Immofinanz den Plänen noch zustimmen. Die außerordentliche Hauptversammlung dafür soll am 14. März stattfinden. Erforderlich ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit.

cr
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