Verkaufszahlen steigen stark US-Häusermarkt erlebt rasantes Comeback

Experten hatten bereits mit einem Aufschwung am US-Häusermarkt nach der Corona-Krise gerechnet. Die jüngsten Zahlen übertreffen jedoch alle Erwartungen.
Haus zu verkaufen: Dieses steht in Monroe, einem Vorort von Seattle, US-Staat Washington

Haus zu verkaufen: Dieses steht in Monroe, einem Vorort von Seattle, US-Staat Washington

Foto: Elaine Thompson / AP

Der US-Häusermarkt scheint im Nachgang zur Corona-Krise in einen wahren Boom zu gleiten. Die Verkäufe bestehender Häuser stiegen im Juli zum Vormonat um 24,7 Prozent, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Freitag in Washington mitteilte. Analysten hatten zwar mit einem starken Anstieg gerechnet, allerdings nur um im Schnitt 14,4 Prozent.

Schon im Juni waren die Bestandsverkäufe um rund 20 Prozent gestiegen. Die amtliche Statistik, die einige Tage nach den Zahlen der Makler erscheint und daher für Juli noch nicht verfügbar ist, wies für Juni ein Plus von 13,8 Prozent  aus.

Die Preise für Häuser stabilisieren sich laut der Marktanalyse des Immobilienportals Zillow . Der Zillow Home Value Index für ein durchschnittliches Haus in den USA steht im August bei 243.000 Dollar - ein leichter Rückgang gegenüber dem im März erzielten Rekordhoch von 248.000 Dollar, doch nachdem sich Häuser seit dem Tiefpunkt der Immobilienkrise 2012 stetig verteuerten, gilt der Markt nach wie vor als "very hot". In manchen Metropolen ist es noch deutlich teurer. Ein normales Haus in San Francisco kostet laut Zillow 1,4 Millionen Dollar.

"Der Immobilienmarkt ist weit über die Erholungsphase hinaus und boomt jetzt mit höheren Hausverkäufen als vor der Pandemie", sagte Lawrence Yun, Chefökonom von NAR. Er geht davon aus, dass die Nachfrage nach größeren Häusern deutlich steigen werde. Als Grund nennt Yun die tendenzielle Verlagerung der täglichen Arbeit ins Homeoffice - eine Folge der Corona-Pandemie.

cr/ak/dpa-afx
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.