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Hohe Preise, hohes Risiko: Was Geldprofis über Immobilien denken

Foto: manager magazin online

Markt heißgelaufen Geldprofis raten, Immobilien zu verkaufen

Der Markt läuft heiß: Viele Vermögensverwalter hierzulande raten angesichts gestiegener Immobilienpreise bereits von einem direkten Investment in Betongold ab. Die Mehrheit empfiehlt sogar den Verkauf.

Hamburg - Nach mehreren Jahren des Immobilienbooms in Deutschland sehen viele Vermögensverwalter hierzulande die Möglichkeit, mit Betongold Geld zu verdienen, zunehmend kritisch. Das ergab eine Umfrage, die manager magazin online gemeinsam mit der Münchener V-Bank durchgeführt hat.

Fast 60 Prozent der befragten Vermögensverwalter beobachten in bestimmten, besonders begehrten Lagen deutscher Großstädte bereits eine Überhitzung des Marktes in Form einer Preisblase. Genannt werden in dem Zusammenhang insbesondere die Metropolen München und Hamburg sowie Teile von Berlin und die Rhein-Schiene. Viele Umfrageteilnehmer weisen allerdings darauf hin, dass die Preise in den deutschen Metropolen im internationalen Vergleich nach wie vor moderat erscheinen.

Dennoch: Immerhin 40 Prozent der befragten Geldprofis raten ihren Kunden bereits von einem direkten Investment in Immobilien ab. Sie verweisen stattdessen als Alternative auf die indirekte Anlage. Als Vehikel dafür favorisieren die Vermögensverwalter mit Abstand den offenen Immobilienfonds, gefolgt vom geschlossenen Fonds sowie Immobilienaktien.

Beinahe 60 Prozent der Umfrageteilnehmer empfehlen zudem, angesichts der aktuellen Marktlage bestehende Investments in Immobilien als Kapitalanlage zu beenden, sprich: die Objekte - selbstverständlich mit der Einschränkung, dass es auf den Einzelfall ankommt - tendenziell eher zu verkaufen.

Generell meinen die Vermögensverwalter, dass die Immobilienpreise hierzulande erst wieder sinken werden, wenn die Zinsen um 1 bis 2 Prozentpunkte steigen. Damit rechnet zunächst aber offenbar kaum jemand. Die Umfrage von manager magazin online und der V-Bank ergab, dass deutlich mehr als die Hälfte der Vermögensverwalter zunächst einen weiteren Rückgang der Zinsen erwartet.

An der Umfrage nahmen bundesweit 35 Vermögensverwalter mit gemanagten Assets von zusammen rund fünf Milliarden Euro teil, die ihre Kunden auch im Immobilienfragen beraten.

Die vollständigen Ergebnisse der Befragung finden Sie hier.

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