Dienstag, 26. Mai 2020

Für 500 Millionen Euro Berlusconi will die Bunga-Bunga-Villa verkaufen

Silvio Berlusconis Villa: 500 Millionen Euro für ein Stück Sardinien
AP

Diese 4.500 Quadratmeter große Villa Certosa auf der Sonneninsel Sardinien nennt der ehemalige italienischen Staatslenker Silvio Berlusconi sein eigen. Doch offenbar plant er, sich von dem Anwesen zu trennen. Das zumindest berichtet Bloomberg und beruft sich auf italienische Quellen.

500 Millionen Euro soll der Käufer hinlegen, viel Geld - einige Interessenten haben das Anwesen wohl schon besichtigt, doch noch kein konkretes Angebot vorgelegt. Einer indes scheint mehr als nur interessiert. Mohammed ibn Naif ist Erbe des Throns von Saudi Arabien und nach König Salman der wichtigste Mann des Wüstenstaates. Und er soll, so Corriere della Sera, Interesse am Kauf bekundet haben, die Verhandlungen liefen.

Damit ziehen sich die Verkaufsbemühungen schon einige Jahre hin. Angeblich wurde laut "Welt" bereits 2009 versucht, einen Neueigner zu finden. Als "entweiht" bezeichnete offenbar Berlusconi selbst das Anwesen. Möglicherweise auch, weil die internationale Presse lange über Treffen in der Villa mit der damals noch minderjährigen neapolitanischen Schülerin Noemi Letizia spekulierte, so Spiegel Online. 2009 hatte sogar die italienische Justiz wegen einer Poolparty Untersuchungen angestellt.

Geboten wird der Preisklasse entsprechend einiges: Zum Beispiel ein 80 Hektar großes Grundstück in der Ortschaft Porto Rotondo, das übrigens Berlusconis Immobilienfirma Immobiliare Idra gehört. Dazu gibt es eine Grotte, durch die sich Gäste per Boot vom Meer her nähern können. Und einen künstlicher Vulkan.

Apropos: Auch mit Prominenz kann die Villa Certosa glänzen. Immerhin hat Berlusconi dort etliche Staatslenker willkommen geheißen, unter anderem Russlands Wladimir Putin. Auch der ehemalige Britenpremier Tony Blair war hier schon zu Gast.

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