Ranking Die zehn bestbezahlten Tech-CEOs

Sie setzen Trends, erzielen Milliarden-Umsätze und lassen die Dax-Chefs mit ihren Gehältern hinter sich. Trotzdem sind viele der führenden Tech-CEOs hierzulande kaum bekannt. manager magazin stellt die zehn Bestverdiener vor.

New York/Hamburg - Facebook-Chef Mark Zuckerberg, Google-Gründer Sergey Brin, Larry Page oder Tesla-Chef Elon Musk: Sie alle haben es geschafft und können es sich leisten, sich ihre Arbeit nur mit einem Dollar pro Jahr entlohnen zu lassen - denn ihre Firmenanteile haben sie längst zu Milliardären gemacht.

In der Tech-Industrie gibt es jedoch noch viele angestellte Unternehmensbosse - und die lassen sich ihre Leistung weitaus besser bezahlen. Die US-Wirtschaftsseite Businessinsider  hat die Bestverdiener von ihnen aus einem "New York Times"-Ranking herausgesucht - und sich angeschaut, wie sich ihr Verdienst zusammensetzt.

Verdiente 2013 rund 21 Millionen Dollar: Cisco-Chef John Chambers

Verdiente 2013 rund 21 Millionen Dollar: Cisco-Chef John Chambers

Foto: RUBEN SPRICH/ REUTERS

21 Millionen Dollar strich zum Beispiel Cisco-Chef John Chambers für seine Dienste bei dem Telekommunilkationsausrüster im Jahr 2013 ein - umgerechnet rund 15,6 Millionen Euro. Damit liegt er in etwa gleichauf mit VW-Chef Martin Winterkorn.

Anders als Chambers ist Winterkorn allerdings hierzulande der Dax-Lenker mit dem höchsten Gehalt - während es US-Kollege Chambers gerade mal auf den zehnten Rang im Tech-Einkommensranking schafft. Wer noch besser verdient, zeigt folgender Überblick.

Rang 9: Yahoo-Chefin Marissa Mayer

Bestverdienende Tech-Frau: Yahoo-CEO Marissa Mayer

Bestverdienende Tech-Frau: Yahoo-CEO Marissa Mayer

Foto: REUTERS

In jüngster Zeit hagelte es heftige Kritik an der Tech-Vorzeigefrau. Und auch der Werbemarkt bei Yahoo  entwickelt sich nicht wie gewünscht. Der Entlohnung von Frontfrau Marissa Mayer tut das bislang kaum Abbruch. Mit 24,9 Millionen Dollar schafft Mayer es in punkto Bezahlung noch immer in die Top-Ten der Tech-Branche - als einzige Frau.

Rang 8: Nuance-CEO Paul Ricci

Nuance Communications: Die Macht hinterSiri

Nuance Communications: Die Macht hinterSiri

Nuance Communications sagt in Deutschland nicht vielen etwas, der Name Paul Ricci womöglich noch weniger. Anders dürfte die Sache bei Siri liegen - dem virtuellen Assistenten von Apple . Dahinter steht oder stand zumindest bislang der Spracherkennungsspezialist aus Burlington in Massachsetts. Dessen Chef Paul Ricci verdiente 2013 rund 29,2 Millionen Dollar (knapp 22 Millionen Euro) - auf Deutschlands Straßen würde ihn aber wohl kaum jemand erkennen.

Rang 7: T-Mobile-US-Chef John Legere

Besser bezahlt als der gesamte Telekom-Vorstand: T-Mobile US CEO John Legere

Besser bezahlt als der gesamte Telekom-Vorstand: T-Mobile US CEO John Legere

Foto: © JASON REDMOND / Reuters/ REUTERS

Er ist auf Twitter quasi omnipräsent, es vergeht kaum ein Tag, an dem US-Medien nicht über den exzentrischen Hoffnungsträger der Telekom berichten. Das lässt sich der Chef der Telekomtochter T-Mobile US fürstlich entlohnen. Mit 29,2 Millionen Dollar (knapp 22 Millionen Euro) verdiente er mehr als der gesamte Telekom-Vorstand in Bonn. Allerdings gehen mehr als 22 Millionen Dollar der Gesamtsumme auf den Aktienwert von T-Mobile zurück - und der hat unter Legeres Ägide zuletzt ordentlich zugelegt. Gelingt der Telekom wie erhofft der Verkauf von T-Mobile, hat sich die Investition in Legere ausgezahlt.

Rang 6: Solera-Holdings-Chef Tony Aquila

In Deutschland wenig bekannt: Der Autoversicherungs-Software-Konzern Solera Holdings

In Deutschland wenig bekannt: Der Autoversicherungs-Software-Konzern Solera Holdings

Foto: Armin Weigel/ picture alliance / dpa

Mit 29,9 Millionen Dollar (22,3 Millionen Euro) verdient Solera-Holdings-Chef Tony Aquila mehr als die meisten Dax-Chefs. In Deutschland kennen allerdings die wenigsten den texanischen Konzern und dessen Chef. Der vertreibt Softwarelösungen für die Schadenskalkulation an Versicherungen und Werkstätten.

Rang 5: Salesforce-CEO Marc Benioff

Angriffslustig und bestens bezahlt: Salesforce-CEO Marc Benioff

Angriffslustig und bestens bezahlt: Salesforce-CEO Marc Benioff

Foto: Getty Images

Er lässt keine Gelegenheit aus, gegen die Konkurrenz zu keilen und lässt sich sein Engagement gut bezahlen. Mit 31,3 Millionen Dollar (etwas mehr als 23 Millionen Euro) schafft es Salesforce-CEO Marc Benioff locker in die Top-Ten der bestverdienenden Tech-CEOs. Und selbst der Absturz der Tech-Aktien in den vergangenen Wochen fiel bei Salesforce  nicht ganz so krass aus wie bei vielen anderen Tech-Unternehmen.

Rang 4 - TripAdvisor-Chef Steve Kaufer

Steve Kaufer, CEO von TripAdvisor

Steve Kaufer, CEO von TripAdvisor

Foto: TripAdvisor

Dass man auch mit Empfehlungen im Internet gutes Geld verdienen kann, dafür ist Trip-Advisor-Chef Steve Kaufer wohl das beste Beispiel. Die 39 Millionen Dollar (rund 29 Millionen Euro) , die ihm der Job 2013 einbrachte, dürfte der Tripadvisor-Gründer, der sein Unternehmen bereits vor zehn Jahren verkauft hat, zwar nicht mehr benötigen. Dass sich der Verdienst im Vergleich zum Vorjahr verfünffacht hat, dürfte ihn aber freuen.

Rang 3: LinkedIn-Chef Jeff Weiner

LinkedIn-CEO Jeff Weiner: 4000 Prozent Plus beim Verdienst

LinkedIn-CEO Jeff Weiner: 4000 Prozent Plus beim Verdienst

Foto: © Stephen Lam / Reuters/ REUTERS

Er gehört zu den beliebtesten Tech-Chefs und lässt sich seine Arbeit fürstlich vergelten. 2013 brachte Jeff Weiner sein Job bei LinkedIn satte 49,1 Millionen Dollar (rund 36,6 Millionen Euro) ein. Laut Businessinsider etwa das 40-fache des Vorjahres. Der Anstieg wirft für Anleger Fragen auf - schließlich hat die Aktie in den vergangenen Monaten zweistellig an Wert verloren.

Rang 2: Zynga-CEO Don Mattrick

Lässt sich den Wechsel zu Zynga gut bezahlen: CEO Don Mattrick

Lässt sich den Wechsel zu Zynga gut bezahlen: CEO Don Mattrick

Foto: Nick Adams/ REUTERS

Beim Spieleentwickler Zynga ist der ehemalige Computerspieleentwickler und Micosoft-Manager erst seit etwas über einem Jahr. Auf der Liste der bestverdienenden Tech-CEOs reicht es trotzdem schon für Platz zwei. Für die 57,8 Millionen sind allerdings weniger das mit rund 481.000 Dollar eher bescheidene Grundgehalt des Kanadiers verantwortlich denn die Aktienoptionen - und deren Wert hat sich seit März etwa halbiert.

Rang 1: Oracle-Boss Larry Ellison

Klarer Spitzenreiter:Oracle-Boss Larry Ellison

Klarer Spitzenreiter:Oracle-Boss Larry Ellison

Foto: ROBERT GALBRAITH/ REUTERS

Er ist nicht gerade der Sympathieträger der Branche. In Deutschland ist Larry Ellison vor allem wegen seiner großen Klappe, der Dauerfehde zu SAP  und für seine Liebe zu luxuriösen Yachten bekannt. Die kann sich der Oracle-Chef auch gut leisten. 2013 fuhr er für seine Tätigkeit bei Oracle inklusiv Aktienoptionen allein 78,4 Millionen Dollar (umgerechnet rund 58,4 Millionen Euro) ein. Das war deutlich weniger als noch im Vorjahr, als es noch 96,2 Millionen Dollar oder umgerechnet mehr als 70 Millionen Euro waren. Damit schlägt Ellison jedoch noch immer locker jeden Dax-Chef.

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