Sonntag, 8. Dezember 2019

Eigenheim-Versicherungen Welche Policen Hausbesitzer brauchen

Alles sicher? Hausbesitzer brauchen manche Policen - und manche nicht

Ein Wasserrohrbruch, ein Küchenbrand - Schäden am Eigenheim kosten schnell viel Geld. Deshalb brauchen Hausbesitzer einen guten Versicherungsschutz. Doch nicht jeder Vertrag ist sinnvoll.

Bremen - Wie wichtig der Schutz der eigenen vier Wände ist, merken viele erst, wenn es Probleme gibt: Ein Brand, Wasserschäden oder ein abgedecktes Dach können schnell einige Hunderttausend Euro kosten. Kaum jemand dürfte in der Lage sein, das vom Ersparten zu bezahlen. Deshalb sollte die eigene Immobilie optimal versichert sein.

Wohngebäudeversicherung: Eine Wohngebäudeversicherung schütze vor Schäden durch Feuer, Leitungswasser und Sturm, sagt Gabriele Zeugner, Versicherungsexpertin der Verbraucherzentrale Bremen. Ein Muss für jeden Hausbesitzer.

Der Preis richtet sich nach dem Wert und der Lage des Hauses. Allerdings sind die Preisunterschiede zwischen den Anbietern oft groß. "Normalerweise sollte man den vollen Versicherungsschutz bei einem Versicherer abschließen", sagt Zeugner. In Einzelfällen könne es aber sinnvoll sein, häufige Schäden getrennt zu versichern, um die Prämie nicht in die Höhe zu treiben.

"Wer eine Wohngebäudeversicherung abschließt, sollte darauf achten, einen Vertrag zu aktuellen Bedingungen zu unterschreiben", empfiehlt Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten (BDV) in Henstedt-Ulzburg. So würden etliche Versicherer mittlerweile darauf verzichten, zu prüfen, ob ein Schaden fahrlässig verursacht worden sei.

Wer bisher beispielsweise einen Adventskranz unbeaufsichtigt ließ, bekam den Schaden im Brandfall nicht oder nur zum Teil ersetzt. Rudnik rät: "Wer einen Altvertrag hat, sollte sich bei seinem Versicherer nach neuen Bedingungen erkundigen."

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