2,45 Milliarden Euro Patrizia kauft BayernLB-Immobilien

Die BayernLB verkauft ihre Immobilientochter GBW mit rund 32.000 Wohnungen an ein Konsortium unter Führung des Augsburger Immobilienunternehmens Patrizia. Der Wert des Pakets: 2,45 Milliarden Euro. Die Patrizia-Aktie legt kräftig zu.
Olympia-Pressestadt in München: Patrizia erhielt den Vorzug vor mehreren Konkurrenten

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Foto: Patrizia

Frankfurt - Die Immobiliengesellschaft Patrizia hat sich beim wohl größten Wohnungsverkauf in Deutschland in diesem Jahr durchgesetzt. Der Konzern habe den Zuschlag für die BayernLB-Wohnungstochter GBW erhalten, teilten beide Unternehmen am Montag mit und bestätigten damit einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters.

Das Augsburger Unternehmen, das Pensionskassen, Versicherer und Sparkassen als Co-Invstoren gewonnen hat, legt für die knapp 32.000 Wohnungen insgesamt 2,45 Milliarden Euro auf den Tisch. Patrizia  beteiligt sich an der Übernahme mit 58 Millionen Euro. Die Aktie der Immoblienfirma schoss um über fünf Prozent nach oben.

Die BayernLB musste die GBW auf Druck der EU-Kommission verkaufen, die dem Institut nach der staatlichen Rettung 2008 eine Schrumpfkur verordnet hat. Abzüglich Schulden und des Buchwert der GBW in den BayernLB-Büchern bleibt der zweitgrößten Deutschen Landesbank ein Gewinn von rund 200 Millionen Euro.

Patrizia hatte bereits in Baden-Württemberg im Wettstreit um Wohnungen der Landesbank LBBW eine Bietergemeinschaft um die Stadt Stuttgart ausgestochen: 1,4 Milliarden Euro flossen an die LBBW.

In München setzte sich Patrizia gegen diverse Mitbewerber durch, darunter eine Bietergemeinschaft um die bayerischen Kommunen München und Nürnberg sowie ein weiteres Konsortium, an dem die österreichische Conwert als Verwalter beteiligt war.

ts/rtr/dpa
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