Montag, 25. Mai 2020

Ferienhäuser Schnäppchentour auf Mallorca

Mallorca und Ibiza: Die heißesten Immobilienmärkte der Balearen
Getty Images / Sasha Baumann

Zur Urlaubssaison lohnt sich wieder ein Blick auf die Immobilienmärkte der spanischen Ferieninseln. Auf Mallorca und Ibiza sei nach drei Jahren Krise das Preistief erreicht, sagen Makler. Wer kaufen will, finde jetzt noch gute Gelegenheiten. Das Interesse der Käufer ziehe bereits wieder an.

Hamburg - Die Immobilienkrise in Spanien - zumindest in Bezug auf Ferienimmobilien auf den balearischen Inseln geht sie offenbar allmählich zu Ende. Marktteilnehmer berichten einhellig davon, dass sich die Geschäfte deutlich beleben. Die Anfragen von Kaufinteressenten nehmen zu, immer häufiger können die Makler wieder zu Besichtigungen ausrücken - und auch die Zahl der unterschriebenen Kaufverträge steigt, ist zu hören.

Zum Beispiel auf Ibiza. Ins dortige Luxussegment ist offenbar schon wieder besonders viel Schwung gekommen. Das geht aus aktuellen Zahlen des Maklerhauses Engel & Völkers hervor, die manager magazin exklusiv vorliegen. Demnach verzeichneten Premiumvillen in den Toplagen der Insel in den vergangenen Monaten Preisanstiege von rund 10 Prozent. Die Vermarktungsdauer in diesem Bereich sei zudem von 24 Monaten vor einem Jahr auf zurzeit nur noch sechs bis neun Monate zurückgegangen.

Für Nachfrage sorgen laut Engel & Völkers vor allem ausländische Käufer, in erster Linie aus Großbritannien, den Niederlanden, der Schweiz und Deutschland. Besonders gefragt seien restaurierte Fincas mit Meerblick im Norden der Insel, sagt Marcus von Busse, Geschäftsführer des Regionalbüros von Engel & Völkers in Spanien, dem der neue Hype im ersten Quartal auf Ibiza ein Umsatzplus von 32 Prozent bescherte.

Sonderfall Luxussegment

Den Trend beobachtet auch Natascha Sandig, Geschäftsführerin beim Makler Porta Ibiza: "Jahrelang war der belebte Süden mit seiner zum Teil sehr minimalistischen Architektur gefragt", sagt sie. "Jetzt interessieren sich viele Käufer plötzlich für die alten Fincas im Norden Ibizas." Laut Sandig lassen sich zurzeit Objekte jenseits der Zwei-Millionen-Euro-Grenze besonders gut verkaufen. "Da muss meist nicht mehr renoviert werden", sagt die Maklerin. "Für einen Zweitwohnsitzkäufer in dieser Kategorie, der nicht viel Arbeit mit seinem Objekt haben möchte, kann das ein wichtiges Kriterium sein."

Das Luxussegment ist allerdings ein Sonderfall, denn auch während der Krise gab es dort kaum Preisabschläge. Das Marktgeschehen legte lediglich eine Verschnaufpause ein. Der Grund: Die Hausbesitzer in dieser Liga befinden sich in der Regel nicht in Geldnot und können einen Verkauf oft problemlos auf Eis legen bis sich die Lage bessert - was jetzt der Fall zu sein scheint.

Anders ist es in niedrigeren Preissegmenten, wo Maklern zufolge in den vergangenen Monaten veritable Einbrüche zu verzeichnen waren. Zwar herrscht auch dort inzwischen vielerorts wieder reges Kaufinteresse. Das Angebot ist jedoch nach Jahren der Krise offenbar noch gewaltig. Entsprechend groß ist nach wie vor der Druck auf die Preise.

Die Zahlen von Engel & Völkers belegen das: Bei Häusern und Appartments in mittleren Lagen Ibizas beobachtete der Makler zuletzt einen Preisrückgang von durchschnittlich 10 Prozent. Die Vermarktungsdauer dieser Immobilien liege weiterhin bei ein bis zwei Jahren, so die Fachleute. Die Misere, die mit dem Platzen der Immobilienblase vor rund drei Jahren begann, ist dort also noch nicht ausgestanden.

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