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Schub bei Nebenkosten Mieter müssen mehr zahlen

Der Deutsche Mieterbund befürchtet für das Jahr 2010 deutlich höhere Betriebskosten. Während 2009 noch ein vergleichsweise günstiges Jahr war, fordern der kalte Winter und die gestiegenen Ölpreise ihren Tribut bei den Mietern.

Berlin - "Vielfach wird für 2010 mit deutlich höheren Heizkosten gerechnet werden müssen", erklärte der Deutsche Mieterbund in seinem vorgelegten Mietkostenspiegel. Dies liege am drastisch kälteren Winter, auch seien die Ölpreise 2010 um 22,6 Prozent gestiegen. Dagegen seien aber die Kosten für Gas und Fernwärme um jeweils über 8 Prozent gesunken.

Auch bei den kalten Betriebskosten komme auf die Mieter eine Mehrbelastung zu, weil Wasser um 1,6 Prozent, Abwasser um 2,7 Prozent, Strom um 3,2 Prozent und die Dienstleistungen etwa von Hausmeistern im Schnitt um 1,6 Prozent teurer geworden seien.

2009: Miet-Nebenkosten bei 2,19 Euro pro Quadratmeter

Für das Jahr 2009 ermittelte der Mieterbund eine durchschnittliche Betriebskostenzahlung von 2,19 Euro pro Quadratmeter im Monat. Werden auf die üblichen Kosten wie Wasser oder Heizung noch alle weiteren denkbaren Kostenarten wie etwa für Hauswart oder Gebäudereinigung addiert, stieg die sogenannte zweite Miete durchschnittlich auf bis zu 2,94 Euro pro Quadratmeter. Gegenüber dem Jahr 2008 bedeutet dies einen Anstieg der Betriebskosten um drei Cent oder rund 1,4 Prozent je Quadratmeter.

Regional aufgeschlüsselt lagen im Jahr 2009 die Betriebskosten in den ostdeutschen Bundesländern mit 2,17 Euro um rund 2,5 Prozent unter denen im Westen, die 2,22 Euro je Quadratmeter betrugen. Preisunterschiede gab es demnach am deutlichsten bei der Grundsteuer und der Müllabfuhr.

Wesentlich deutlicher war der Unterschied bei einer Summe aller denkbaren Betriebskostenarten: Die maximale zweite Miete betrug im Westen 3,01 Euro und damit 16 Prozent mehr als die 2,59 Euro im Osten.

Insgesamt war 2009 laut Mieterbund aber ein eher günstiges Abrechnungsjahr. So seien die Heizkosten im Schnitt um 7 Prozent gefallen, die Kosten für Warmwasser sogar um 11 Prozent. Trotz geringfügig kälterer Durchschnittstemperaturen sei auch der Energieverbrauch um etwa 2 Prozent zurückgegangen, was an energetischen Modernisierungen vieler Vermieter, aber auch einem sparsameren Heizverhalten liege.

mg/afp
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