"Super-Algorithmus" sollte 100 Prozent Rendite bringen Yale-Student zockt Hedgefonds-Investoren ab

Yale-Campus: Die US-Eliteuni hat schon bessere Zeiten erlebt - und nach dem Skandal um bezahlte Studienplätze nun auch noch einen Hochstapler unter ihren Studenten

Yale-Campus: Die US-Eliteuni hat schon bessere Zeiten erlebt - und nach dem Skandal um bezahlte Studienplätze nun auch noch einen Hochstapler unter ihren Studenten

Foto: Pat Eaton-Robb/ AP

Ein 21-jähriger Student der US-Elite-Uni Yale hat mit vollmundigen Versprechungen rund 1,7 Millionen Dollar von Investoren für seinen Hedgefonds eingeworben. Vor lauter Begeisterung über den fantastischen Algorithmus, der angeblich bis zu 114 Prozent Rendite bringen sollte, fiel den Anlegern leider nicht auf, dass nicht nur der Algorithmus fantastisch war, sondern das ganze Konstrukt.

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Abgesehen vom eingesammelten Geld war an der Sache nämlich ziemlich wenig echt: Weder gab es den Algorithmus, noch die fantastische Rendite, weitere Investorengelder in Millionenhöhe noch irgendeine Lizenz, wie aus SEC-Unterlagen  hervorgeht. Nicht einmal die angeblich zehnjährige Hedgefonds-Historie, bei der der junge Finanzkünstler im zarten Alter von zehn Jahren ins ganz große Geschäft hätte eingestiegen sein müssen, ließ die Investoren aufhorchen.

Erst als zwei Geldgeber vor einem weiteren Investment Informationen bei den Banken direkt einholten, flog die Sache auf. Und sie realisierten, dass sie nicht nur auf ihre erhoffte Superrendite verzichten mussten, sondern zum Teil auch auf ihr angelegtes Kapital.

Der angebliche Investmentguru kam indes mit einer recht milden Strafe davon. Ihn verdonnerte die SEC zu einer Zahlung von 25.000 Dollar, die der mittlerweile Arbeitslose allerdings in Raten abstottern darf. Mit dem Drehen des ganz großen Rades ist für den 21-Jährigen aber erst einmal Schluss: Die nächsten drei Jahre darf er auch nicht als Finanzberater arbeiten.

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