Norwegens Ölfonds Weltgrößter Staatsfonds streicht dicke Rendite ein

Die haussierenden Aktienmärkte kommen auch dem weltgrößten Staatsfonds zupass: Der Ölfonds Norwegens erzielte im ersten Halbjahr eine Rendite von beinahe 10 Prozent.
Förderung in der Nordsee: Dank des Ölgeschäfts verfügt Norwegen über den größten Staatsfonds der Welt

Förderung in der Nordsee: Dank des Ölgeschäfts verfügt Norwegen über den größten Staatsfonds der Welt

Foto: A3131 epa Scanpix Hommedal Marit/ dpa

Norwegens staatlicher Pensionsfonds Ausland, auch Ölfonds genannt, hat im ersten Halbjahr 2021 kräftige Gewinne erzielt. Wie die Norwegische Bank am Mittwoch mitteilte, lag die Rendite bei 9,4 Prozent, was 990 Milliarden norwegischen Kronen (95 Milliarden Euro) entspricht. Am 30. Juni hatte der Fonds, der als der größte Staatsfonds der Welt gilt, einen Gesamtwert von 11,67 Billionen Kronen (1,11 Billion Euro).

"Aktienbeteiligungen trugen am positivsten zur Rendite im ersten Halbjahr bei", sagte Nicolai Tangen, Chef im Norges Bank Investment Management. Gelohnt hätten sich vor allem Investitionen im Energie- und Finanzsektor und in Technologieunternehmen.

Norwegens Pensionsfonds fungiert als Versicherung für künftige Generationen, wenn nicht mehr nach Öl gebohrt werden kann. Er wird mit den Einnahmen aus der norwegischen Öl- und Gasförderung gefüttert, von der Zentralbank im Auftrag des Finanzministeriums verwaltet und investiert in tausende Unternehmen weltweit, darunter Großkonzerne wie Microsoft, Apple und Amazon.

Im vergangenen Halbjahr wurden umgerechnet 14,1 Milliarden Euro aus dem Fonds abgezogen. 72,4 Prozent wurden in Aktien investiert, 25,1 Prozent in Anleihen und 0,1 Prozent in nicht börsennotierte Infrastruktur und erneuerbare Energie.

cr/dpa-afx