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Geld beschützen Wie sich Profiinvestoren auf den Crash vorbereiten

Löhne und Energiepreise treiben die Inflation in gefährliche Höhen. Hedgefonds-Gründer, Private-Equity-Granden und Banker bereiten sich auf Rezession und Börsenabsturz vor. Von ihren Thesen können alle profitieren.
aus manager magazin 6/2022
Alexa, wir wollen mehr: Christian Smalls, Präsident der ersten Amazon Labor Union, tritt am 1. April in New York nach der Gründung der Gewerkschaft vor die Presse

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Desean McClinton-Holland / NYT / Redux / laif

Das "Beverly Hilton" ist das natürliche Biotop der Hollywoodstars. Jeden Januar werden hier, unter den Palmen von Beverly Hills, die Golden Globes verliehen. Anfang Mai aber zog eine andere Spezies, heimisch zumeist in Manhattan, in dem 1955 eröffneten Spitzenhotel ein: Dutzende der weltweit mächtigsten Geldmanager waren zur Milken Institute Global Conference nach Kalifornien angereist. Auf den Fluren plauderten die Private-Equity-Granden, Spitzenbanker und Hedgefonds-Manager über ihre liebsten Golfplätze daheim an der Ostküste (Favoriten: Shinnecock Hills und National) oder genossen beim Espresso am Swimmingpool die Morgensonne. In den Podiumsdiskussionen aber war es mit dem Sunshine dann schlagartig vorbei: Fast alle erwarten einen Abschwung.

Inflation, Lohnsteigerungen und Zinswenden verdunkelten die kalifornische Frühlingsstimmung im "Beverly Hilton" wie ein über dem nahen Pazifik aufziehender Sturm und prägen die düstere Prognose der größten Privatinvestoren der Welt. In den USA stünden die Chancen schlecht für die Konjunktur, "weil die Notenbank die Inflation senken muss", sagte Rishi Kapoor (53), CoChef der Beteiligungsgesellschaft Investcorp gleich zum Auftakt des Milliardärstreffens. Und es sei der Federal Reserve noch nie gelungen, die Inflation um mehr als 2 Prozentpunkte zu reduzieren, ohne eine Rezession auszulösen, sekundierte Scott Minerd (62), oberster Anlagestratege beim Vermögensverwalter Guggenheim Partners. Minerd prophezeit deswegen einen US-Abschwung für 2023.

Das kräftige Lohnplus dürfte die Teuerungsrate noch mindestens zwölf Monate hochhalten, warnte Steve Tananbaum (57), Gründer von Golden Tree Asset Management, der 47 Milliarden Dollar verwaltet.

Viele Firmen finden keine neuen Arbeitnehmer, was die Verhandlungsmacht der Angestellten stärkt. Sogar Amazon, zuvor eine Festung des Turbokapitalismus, musste sich der neuen Realität beugen. Trotz des erbitterten Widerstands von Konzernchef Jeff Bezos (58) haben US-Beschäftigte in New York im April erstmals eine Arbeitnehmervertretung gegründet, Gleiches geschah bei Starbucks. Im selben Monat lag die Teuerungsrate bei 8,3 Prozent, dem gut Vierfachen des Zielwerts.

Bislang konnten viele Unternehmen steigende Kosten zwar an die Konsumenten weitergeben, sagt Jane Fraser (54), Vorstandschefin der Citigroup. "Die Frage ist nur: Wie lange noch?"

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