Bitcoin und Co Private Kryptoanleger sind keine Draufgänger

Wegen der teils enormen Kursschwankungen gelten Investoren in Kryptowährungen wie Bitcoin oft als Glücksritter oder Zocker. Das Gegenteil ist eher der Fall, wie eine Studie nun unter privaten Anlegern zeigt.
Bitcoin-Investments: Private Kryptoanleger gehen offenbar eher vorsichtig zu Werke und sind mit vergleichsweise kleineren Summen investiert

Bitcoin-Investments: Private Kryptoanleger gehen offenbar eher vorsichtig zu Werke und sind mit vergleichsweise kleineren Summen investiert

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Paulo Lopes / ZUMA Wire / IMAGO

Viele Privatanleger agieren einer Umfrage zufolge bei der Investition in Kryptowährungen offensichtlich eher vorsichtig. Von 1000 in Deutschland befragten Kryptoanlegern hatten 32 Prozent weniger als 1000 Euro angelegt, wie die Unternehmensberatung PwC am Mittwoch mitteilte. 47 Prozent hatte Beträge zwischen 1000 und 10.000 Euro in Bitcoin und andere Kryptowährungen investiert, 21 Prozent dagegen mehr als 10 000 Euro.

In der Schweiz und der Türkei waren die Größenordnungen ähnlich. Von den 500 Schweizer Befragten hatten 31 Prozent weniger als 1000 Euro angelegt, 51 Prozent zwischen 1000 und 10 000 Euro und 18 Prozent mehr als 10 000 Euro.

Die große Mehrheit dieser Privatanleger hatte in der Summe deutlich mehr Geld am Finanzmarkt investiert - gut 70 Prozent gaben an, dass Kryptowährungen 5 bis 10 Prozent ihrer gesamten Anlagen ausmachten. Mehr als vier Fünftel sagten jedoch, dass sie ihre Bestände ausbauen wollten.

Die bekannteste Kryptowährung Bitcoin hatte in den vergangenen Jahren - bei spektakulären Kursschwankungen - ihren Wert vervielfacht. Ein Bitcoin war Mitte des vergangenen Jahrzehnts einige Hundert Dollar wert. Der Höchststand wurde dann im November vergangenen Jahres mit etwa 69.000 Dollar erreicht. Seither hat die Digitalwährung etwa die Hälfte ihres Werts verloren.

rei/dpa-afx