Sonntag, 18. August 2019

Nach Attacke auf Ströer Muddy-Waters-Chef kündigt weitere Attacken in Deutschland an

US-Hedgefondsmanager Carson Block erwägt eine Klage gegen den Kölner Außenwerber Ströer. Zugleich kündigt der Block weitere Short-Seller-Attacken gegen deutsche Unternehmen an

Der US-Hedgefondsmanager Carson Block kündigt nach seiner Attacke auf den Kölner Außenwerber Ströer weitere Kampagnen gegen deutsche Unternehmensführer an. "Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass wir in den kommenden drei Jahren noch mal aktiv werden in Deutschland", sagte der Gründer des US-Hedgefonds Muddy Waters dem manager magazin (Erscheinungstermin: 27. Mai). Ein TV-Interview von Block hatte den Kurs des M-Dax-Unternehmens Ströer am 21. April um 29 Prozent einbrechen lassen.

Der Hedgefondsmanager erwägt eine Klage, da er als Marktmanipulator bezeichnet worden sei. "Wenn mich Ströer wegen unseres Berichts vor Gericht bringen will, könnte ich rechtliche Schritte gegen sie einleiten", sagte Block.

Er wies den Vorwurf zurück, von anderen Fonds bezahlt zu werden, die wie Muddy Waters auf einen fallenden Aktienkurs bei Ströer gesetzt hatten. Bereits im Oktober war Lansdowne Partners eine solche Leerverkaufswette eingegangen, gefolgt von Third Point, Thélème und Coatue. Block räumte ein, einen externen Hinweis auf Ströer erhalten zu haben. "Mir erzählte jemand bereits Ende 2015, dass bei Ströer einige der 'Smart Money Guys' short sind", sagte der Muddy-Waters-Chef.

Erwägt rechtliche Schritte gegen Ströer: Carson Block, Chef des Hedgefonds Muddy Waters
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