mm-Grafik Naht das Ende des Bitcoin?

Raketenaufstieg und dramatischer Sturz: Im Jahr 2014 ist der Kurs der digitalen Währung Bitcoin stärker gefallen als Ölpreis oder Rubel. Ist der einstige Hoffnungsträger damit am Ende?


Hamburg - Für das Wirtschaftsmagazin "Forbes" war 2013 das Jahr des Bitcoin: Wurde eine Einheit der virtuellen Währung Anfang des Jahres noch für etwa 13 Dollar gehandelt, erreichte sie am 29. November in Tokio ein Allzeithoch von 1242 Dollar - ein Bitcoin war an jenem Tag zwei Dollar teurer als eine Feinunze Gold. Niedrige Zinsen und die Suche der Anleger nach renditeträchtigen Investments hatten die Währung steil in die Höhe gedrückt.

Wie die Grafik von Statista  zeigt, hat das digitale Geld seitdem einen dramatischen Kurssturz hinter sich: Ende 2014 mussten Händler nur noch 319 Dollar pro Stück ausgeben. Im vergangenen Jahr hat der Bitcoin mehr als 66 Prozent an Wert verloren - mehr als Rubel oder Rohöl. Wäre er eine Landeswährung, hätte ein solcher Kaufkraftverlust für eine Inflationsrate von fast 200 Prozent gesorgt.

Auch 2015 geht der Kurssturz zunächst weiter: Am 14.01. erreicht der Bitcoin einen vorläufigen Tiefpunkt bei 177 US-Dollar, nur, um am Donnerstag für mehr als 210 Dollar gehandelt zu werden. Diese Volatilität hatte schon in der Vergangenheit die Kursbewegungen gekennzeichnet, Marktbeobachter führen sie auf Spekulationen mit der Währung zurück. Diese habe laut Analysten auch dafür gesorgt, dass sich das digitale Zahlungsmittel bislang noch nicht flächendeckend habe etablieren können.

Als Folge des Sturzes sind für die Zukunft nun zwei Szenarien denkbar: Entweder verschwindet der Bitcoin in der Bedeutungslosigkeit - oder aber die niedrigen Preise vertreiben die Spekulanten und machen ihn als Zahlungsmittel relevant. Zuletzt hatten sich zumindest Meldungen gemehrt, nach denen vor allem Händler in den USA Bitcoins akzeptierten.

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