Formel 1 Künftiger Aston-Martin-Pilot Vettel hält auch Aktien des Autobauers

Kürzlich wurde bekannt, dass Sebastian Vettel in der kommenden Formel-1-Saison am Steuer eines Aston Martin sitzen wird. Jetzt kommt heraus: Er besitzt auch Anteile an dem Unternehmen.
Sebastian Vettel

Sebastian Vettel

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Mark Thompson/ AFP

Auf dem Nürburgring, wo erstmals nach sieben Jahren wieder die Formel 1 zu Gast ist, startet Sebastian Vettel (33) an diesem Wochenende von Startplatz 11 noch für das traditionsreiche Team von Ferrari. Kommende Saison jedoch, das wurde vor einigen Wochen bekannt , wechselt der vierfache Weltmeister in das Cockpit des deutlich weniger prominenten Teams von Aston Martin, das derzeit noch unter dem Namen Racing Point im Rennzirkus mitmischt.

Wie Vettel jetzt gegenüber Motorsport.com  verriet, ist sein Engagement dabei keineswegs ausschließlich sportlicher Natur: Der Rennfahrer besitzt vielmehr auch Aktien des britischen Autobauers.

Vettel wollte keine Details zu seinem Investment in das Unternehmen nennen, das an der Londoner Börse als Aston Martin Lagonda Holdings  notiert ist. Laut Motorsport.com ist auch unklar, ob es sich bei den Aktien um einen Teil seiner Vergütung handelt, oder ob Vettel die Papiere am Markt erworben hat, was wohl als größerer Vertrauensbeweis zu deuten wäre.

"Ich glaube jedem steht es frei, mit seinem Geld zu machen, was er will", zitiert die Website den Formel-1-Piloten. "Soweit ich weiß ist Aston Martin ein öffentliches Unternehmen, in das jeder investieren kann. Wenn Sie also fragen, ob ich Anteile an dem Unternehmen halte, ja, das tue ich. Wie viele es sind, das halte ich allerdings für sekundär, darüber möchte ich nicht sprechen."

Hintergrund ist Vettels Wechsel zum Aston-Martin-Team - derzeit noch Racing Point - der durch den kanadischen Textil-Milliardär Lawrence Stroll (61) eingefädelt wurde. Stroll ist Eigner des Racing-Point-Rennstalls und zugleich Großaktionär von Aston Martin. Er beschloss, "Racing Point" in der kommenden Saison in "Aston Martin" umzubenennen. Einen der beiden Boliden des Teams wird 2021 Strolls Sohn Lance steuern - den anderen Sebastian Vettel.

Aston Martin hat zu kämpfen

Lawrence Stroll, dessen Vermögen "Forbes" auf rund 2,6 Milliarden Dollar taxiert, steckte Anfang 2020 rund 200 Millionen Euro (182 Millionen britische Pfund) in Aston Martin und erwarb gemeinsam mit einem Konsortium weiterer Investoren 20 Prozent der Anteile an dem Unternehmen. Auch Mercedes hält laut Motorsport.com 5 Prozent an Aston Martin. Ebenso sei Mercedes-Formel-1-Teamchef Toto Wolff (48) bei dem britischen Autobauer investiert.

Wirtschaftlich hat Aston Martin seit geraumer Zeit zu kämpfen. Bereits für das Jahr 2019 meldete das Unternehmen einen empfindlichen Gewinneinbruch , was die Aktie zu Jahresbeginn einbrechen ließ. Die Corona-Krise hat die Lage des Autobauers seither eher noch verschärft. Für das erste Halbjahr stieg der operative Verlust auf beinahe 160 Millionen britische Pfund , nachdem Aston Martin viel Geld in den Start des SUV-Modells DBX hatte stecken müssen.

cr
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